Andrea

86 18-29 Minuten 0 Kommentare
Andrea

Andrea

Kastor Aldebaran

Ich kann nicht anders, es erregt mich, ich kann in dem Moment nicht mehr von mir lassen, muss mich berühren, mich streicheln. Es ist wie ein Zwang, eine Sucht, die nach Befriedigung schreit. Dabei habe ich festgestellt, dass die Dosis langsam nicht mehr reicht!“
Erneut schluchzt Andrea und in mir macht sich ein seltsames Gefühl breit. Mein Beschützerinstinkt drängt sich nach vorne, gleichzeitig beginnt, der Teufel in mir zu gewinnen. Ich kann nichts dagegen machen, müsste es in diesem Moment, sonst fürchte ich, werde ich es nicht mehr steuern können. Richtig wär es, Andrea wegzuschicken, sie nicht als begehrenswerte Frau zu sehen, doch das kann ich nicht. Natürlich begründe ich es mit dem fürchterlichen Wetter draußen, dabei ist mir klar, dass es etwas anderes ist. Ich belüge mich selber und hasse mich dafür.
„Schon lange frage ich mich, wie es sein würde, sie nicht nur zu sehen, sonder zu fühlen, an und in mir. Ich stelle mir dann vor, wie sie mich nehmen wie früher, wenn sie mich ins Bett getragen haben. Ich fand es herrlich, wenn sie mir dann was vorlasen. Dabei habe ich ihnen gerne zugesehen, sie beim Lesen beobachtet, ihre Hände und Finger betrachtet, ihre Lippen. Dabei wusste ich nicht warum, dafür war ich zu jung. Heute sehe ich sie anderes an, habe Vorstellungen, die mich quälen!“, fährt Andrea fort und schaut dabei durch mich hindurch, als wenn sie eine Vergangenheit oder Zukunft sehen kann, die mir verborgen bleibt.
„Schauen sie mich an, bitte. Ich kann nicht mehr anders, ich musste sie sehen. Der Schlüssel ist nicht der zu unserem Haus, ich habe ihn auf der Straße gefunden und mit einer Zange zerbrochen, wartete auf meine Chance. Als ich sie am Fenster stehen sah, war mir klar, dass ich diese Gelegenheit nutzen musste, es passte alles zusammen!“
In diesem Moment steht Andrea auf, löste den Gürtel und lässt den Bademantel ganz heruntergleiten.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6659

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben