Sie sollte nicht alleine drüben bleiben, auch wenn sie einen Schlüssel hatte.
Ich freute mich immer, wenn sie zu mir kam, mich mit ihren Fragen löcherte, wir durch das Haus tobten oder etwas anderes spielten. Alleine für sie, diesen Zweck, hatte ich Brettspiele gekauft. Ich brachte ihr sogar Schach bei und das, als sie sehr jung war. Zu meinem Erstaunen machte es ihr Spaß und es wunderte mich später nicht, dass sie unter anderem Mathematik studierte.
Es kam sogar wenige Male vor, dass Andrea bei mir schlief. Margit und Heins vertrauten mir sehr, was mich stolz machte.
Sie schlief in meinem Gästezimmer und ich las ihr eine Geschichte vor, bevor ich das Licht ausmachte. Das mochte sie unheimlich gerne, brauchte es zum Einschlafen eigentlich nicht. Ihre Eltern machten es nicht, es war einfach ein Ritual, das sie bei mir gewohnt war.
„Klar, mach ich!“, bestätigte sie mir und ich verlasse das Bad, setze mich in meinen Sessel und die alte Frage erscheint vor meinen Augen.
„Was schreiben!“, frage ich mich, höre dabei, wie auf einmal meine Dusche angeht.
Damit habe ich nicht gerechnet, wunder mich darüber. Auf der anderen Seite ist es klar, dass Andrea sicher nicht in ihren nassen Klamotten bleiben will, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht.
Wenn ich sie wäre, würde ich meinen Bademantel nehmen, der im Bad hängt und ihn anziehen. Sich ein Handtuch um den Körper zu wickeln, halte ich für gewagt.
In diesem Moment schießt mir ein Bild durch den Kopf, ist plötzlich da, wie aus dem nichts. Ich klappe den Laptop auf, um mit einer Geschichte anzufangen, die mir gerade einfällt.
Ich sehe Andrea, wie sie aus dem Bad kommt, wie vermutet im Bademantel, sonst hat sie nichts an. Ein Teil ihrer nackten Beine, bis fast zu den Knien, ist zu sehen, ihre langen Haare in einen Handtuchturban eingewickelt, hoch aufgerichtet auf dem Kopf. Sie kommt ins Wohnzimmer, bewegt sich dabei aufreizend.
Andrea
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Andrea
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