Andrea

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Andrea

Andrea

Kastor Aldebaran

„Guter Zug!“, meint sie und ich kann nicht heraushören, ob es ein wirkliches Lob ist oder ironisch gemeint. Vielleicht höre ich auch nur Nachtigallen trapsen. Wenn man will, kann man überall etwas vermuten. Daher nehme ich es als Lob an, nicke ihr dankend zu.
Ich habe wirklich etwas übersehen. Mit meinem Angriff habe ich ihr den Weg für ihren anderen Läufer freigemacht. Sofort lässt sie ihn weit in meine Verteidigung laufen, geschützt von ihrer Königin, die im Hintergrund lauert. Mein Turm ist gefährdet. Ziehe ich ihn nicht, verliere ich ihn, kann den Läufer von ihr nicht ohne großen Schaden nehmen. Ich müsste meine Dame opfern, würde mich gleichzeitig selber in Schach bringen. Eine verzwickte Situation.
Was die ganze Sache erschwert ist, dass Andrea sich weit vorbeugen muss, um ihre Figur auf meiner Seite das Spielbrettes zu platzieren. Das lenkt mich vom Denken ab, wie von selbst starrt mein Blick in den Ausschnitt, der mir vorkommt, als wenn er weiter aufklafft, als zuvor.
„Ich frage mich gerade, was sie so zum Schwitzen bringt? Ist es das Spiel, dass sie verlieren könnten oder etwas anderes?“, dring wie durch Watte in meine Ohren ein und ich brauche ein paar Sekunden, bis ihre Worte für mich einen Sinn ergeben.
„Das Spiel, was denn sonst!“, antworte ich und tue, als wenn ich ihre Frage nicht richtig verstanden habe.
„Und warum schauen sie dann nicht auf das Brett?“, möchte sie wissen, beugt sich dabei tiefer herunter als zuvor. Jetzt kann ich sehen, wie ihre festen Brüste frei an ihrem Oberkörper schwingen, der Stoff hängt tiefer herunter, hat sie freigegeben.

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Gedichte auf den Leib geschrieben