Rechts stand ein vielfenstriger flacher Bungalow, ähnlich dem am Eingang, den er für sich als das Atelier von Hans bezeichnete. Daniel näherte sich neugierig einem der vorhanglosen Fenster.
In der Mitte des Raumes stand eine große Staffelei, davor ein Hocker. Überall standen Rahmen herum und mit Tüchern zugehängte Bilder. Ein Gestell wie ein übergroßer Zeitungsständer enthielt große Zeichenkartons, der Neugierige sah Buntes, aber Einzelheiten waren nicht zu erkennen. Auf einem frei im Raum stehenden Tisch waren eine Unmenge Tuben, Becher mit Pinseln, Kohlestifte und bunte Lappen chaotisch verteilt. Ganz offensichlich war dies das Atelier eines Malers oder einer Malerin. Von seinem Einblick aus hinter der zuerst entdeckten Staffelei unter den gegenüberliegenden Fenstern befand sich ein Sofa, das mit einem hellblauen Tuch bedeckt war, und von dem er nur eine Hälfte sehen konnte.
Aufmerksam wurde Daniel, als sich das Tuch, das lose über das Sofa gehängt war, plötzlich heftig bewegte. Als ob sich auf die von der Staffelei verdeckte Sofahälfte jemand gesetzt hätte. Und da erkannte er unter der Staffelei plötzlich auch ein paar menschliche Beine. Also ging er um die Ecke des Bungalows, um von der Seite einen besseren Blick zu haben. Unauffällig lugte er durch das erste dortige Fenster – und traute seinen Augen nicht: Eine nackte Frau mit vorgebeugtem Oberkörper stützte ihre Hände auf das Sofa, während ein ebenfalls nackter, schwarzhaariger Mann ganz dicht hinter ihrem Hintern stand, mit beiden Händen die Hüften der Frau umklammert hielt und sein Becken vor und zurück bewegte.
Das Bild hat sich ihm tief eingegraben und hat er heute noch vor Augen! Es war das erste Mal, dass der junge Mann ein fickendes Paar sah! Bedenkt bitte, geschätzte Leserin, lieber Leser, damals gab es noch kein Internet mit entsprechenden Videoangeboten.
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