Anka

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Das rhythmische Hupen verriet Anerkennung und jagte Anka einen nicht unangenehmen Schauer durch den Leib, während sie den Zündschlüssel ins Schloss steckte…
Souverän steuerte sie den Wagen in den fließenden Verkehr. In der Tat. Nur selten wurde sich jemand im Gegenverkehr der Nacktheit der Fahrerin bewusst. Nur selten eine Lichthupe oder ein verschmitztes Grinsen, wenn sie stadeinwärts an der Ampel warten musste. Doch um so mehr sie sich dem Zentrum näherte, um so zäher quälte sich die Blechkollonne hindurch. Plötzlich hatten die Leute viel Zeit, und ihre Augen wanderten. Blicke ertasteten den Kleinwagen, Leute zeigten mit dem Finger oder stießen ihre Sitznachbarn an. Der Reisebus auf der Abbiegespur neben ihr bekam Schlagseite, als der erste Entdecker seine Entdeckung preisgab.
Aber Anka blieb cool, wenn auch nur äußerlich. Schon lange war sie sich ihrer aufregenden Körperlichkeit nicht mehr so bewusst gewesen; hatte sich daran gewöhnt, dass man ihr nachblickte, wenn sie ihre schönen Beine im Minirock spazieren führte. Doch jetzt lag jeder Einblick frei und sie spürte die gierigen Augen beinahe körperlich über ihre geheimsten Köstlichkeiten tasten…
Es war längst nicht nur der Schweiß ihres prächtigen Gesäßes, welcher die Sitzfläche feuchtete. Und trotz der hochsommerlichen Hitze im unklimatisierten Wagen, ...ihre Brustwarzen hatten sich hart und schrumpelig zusammen gezogen. Anka musste sich eingestehen, die Überwindung jeglicher Scham erregte sie enorm…
Noch fünf Minuten bis zur Wohnung. Dann musste sie parken und den Wagen verlassen. Vielleicht nur hundert Meter von der Haustür entfernt. Doch es würden die längsten hundert Meter ihres Lebens werden. Der Kioskbesitzer, der Italiener von nebenan, der Bäcker, Frau Kasulle mit ihrem alten Hund, all die Namenlosen Nachbarn denen sie täglich begegnete. Selbst der Stadtstreicher im Park, dem sie manchmal ein, zwei Euro zusteckte.

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Gedichte auf den Leib geschrieben