Sie schritt selbstbewusst wie eine Bekleidete durch den Sicherheitsbereich. Den Film würde man sich eh nur ansehen, wenn in dieser Nacht etwas gestohlen wurde…
Endlich im Freien. Es sah gut aus. Fast niemand auf der Straße. Die Teens am Elektrokasten waren gut mit sich selbst beschäftigt. Ein Jogger eilte an ihrem schützenden Baum vorbei, ein Liebespaar stand knutschend unter einer Laterne und hatte kein Auge für die Umwelt.
Doch verdammt, der alte Herr Braun mit seinem betagten Schäferhund war auf der Straße. Ausgerechnet jetzt. Der Hund mochte sie. Konnte sie gut riechen, wie man so schön sagt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Schon war es zu spät. Er hatte Witterung aufgenommen; war nie an der Leine, ...begann freudig zu wedeln und fiepsen, ...und rannte los…
Schon hatte sie seine kratzenden Pfoten auf den Schultern, ...die feuchte Nase im Gesicht. Die Zunge folgte. Zum Glück war das alte Herrchen so langsam. ...Anka fand eine Stock, griff ihn und warf, noch bevor der Köter jenen Duft endgültig in die Nase bekam, der selbst tote Rüden aufweckte.
Anka war jetzt jedenfalls hellwach. Denn die Krallen rutschen von den Schultern über die Brüste und verfehlten auch ihre Oberschenkel nicht, bevor der Bello auf dem Boden war um los zu sprinten. Und zwar in die entgegen gesetzte Richtung. Zum Glück folgte ihr Bello nicht mit dem Stock, sondern dem scharfen Pfiff des Herrchens, welches gar nicht glauben konnte, was es da zu später Stunde geboten bekam. Anka hielt nur ihr Gesicht verborgen; hinter Brieftasche und Schlüsselbund. Hundert Meter Sprint bis in den Hausflur. Etwa achtzehn Augen folgten ihr. Aber es war ihr egal. Noch nie hatte sie so schnell eine Haustür aufgeschlossen. Und der Aufzug war zum Glück leer, als sie in den dritten Stock fuhr. Aber es lag noch ein unendlich langer Korridor vor ihr. Und alle Türen öffneten sich schlagartig…
...“Was ist denn mit dir los?“ ...murrte Bernd verschlafen. Die Sonne schien ins morgendliche Fenster. Es versprach ein heißer Tag zu werden. Badewetter…
Anka lag schweißüberströmt im Bett und strampelte heftig, als sei sie auf der Flucht.
Der Wecker zeigte Samstag Morgen, 8:37 Uhr.
„Ich hatte einen merkwürdigen Traum. Du kennst doch den See, unweit meiner Arbeitsstelle. Du weißt, dass ich manchmal hinein springe, obwohl es verboten ist. Irgend so ein Penner hat meine Kleider geklaut. Ich musste nackt nach hause fahren. Alle konnten mich sehen.“
„Das macht dir doch sonst nichts aus“, ...grinste der Liebhaber, während sich seine Zeltstange schon unter der Bettdecke aufrichtete. Denn Anka war ein verdammt schönes Mädchen und schlief stets nackt…
„Wer sagt denn, dass es mir etwas ausgemacht hat?“ ...gurrte die Schöne, zog die Decke fort, ...und war auch schon über ihm, dass er nur noch die Glocken läuten sah.
Heiße Schenkel schlossen sich um bebende Lenden...
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