Gleichmütig verrichtete Silas Tag für Tag die ihm aufgetragenen Arbeiten. Er war von heiterem Gemüt, denn sein Verstand liess es gar nicht zu, das Sehnen, das Reissen, das Fernweh. Silas genügte sich selbst, und wäre er unsterblich gewesen, hätte er seine einfachen Arbeiten, zu Diensten seiner Eltern, wohl Jahrhunderte lang verrichtet. Silas war gleich alt wie Anna, und trotz seines einfachen Gemüts erkannte er die blendende Schönheit von Annas drallem Körper, als er eines Tages einen Kessel mit Milch zum Hof von Annas Eltern schleppte und der nackten Anna gewahr wurde, wie sie sich am Brunnen wusch.
Das Bild wäre ein Gemälde wert gewesen. Ein leicht grauer Morgenhimmel, der schlichte Steinbrunnen, davor Anna, allein, die sich nach unten bückte, um den Holzkübel mit frischem Wasser hochzuziehen. Natürlich hatte Silas noch nie eine nackte Frau gesehen, eine, die sich bückte, schon gar nicht. Annas riesige Arschbacken erinnerten ihn an das Brötchen, der ihm der Bäcker in Trub einst an einem der seltenen Ausflüge geschenkt hatte. Anna und Silas kannten sich, seit sie Kinder waren, und so kam es, dass sich Anna trotz ihrer Nacktheit vor ihrem Jugendfreund überhaupt nicht schämte. Sie wandte sich ihm zu, und Silas blieb der Mund offen, als er ihrer schweren Brüste gewahr wurde. Sie gemahnten ihn an die Euter von Lisi, seiner Lieblingskuh, und oftmals, wohl aus einem Instinkt heraus, tat er mehr, als Lisi nur zu melken. Er streichelte ihre Euter, massierte sie gar, was eine tiefe Vertrautheit zwischen ihm und dem milchgebenden Tier entstehen liess.
Nun also die nackte Anna. „Du... schön“, stammelte Silas mit gutturalen Lauten. Seine Spracharmut ermöglichte es ihm nicht, stärkere Emotionen auszudrücken, sehr wohl aber seine geweiteten rehbraunen Augen und seine unmissverständliche Körpersprache, die darauf hindeutete, dass Anna gerade daran war, ihn zu hypnotisieren.
Annas Kehrseite
24 8-14 Minuten 0 Kommentare
Annas Kehrseite
Zugriffe gesamt: 7066
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.