Annette von der Post

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Annette von der Post

Annette von der Post

Anita Isiris

Sophie schminkte ihr die Lippen und liess ihre schweren Titten direkt vor Annettes Augen baumeln. Anita bespritzte ihren Bauch mit einem der Parfumflaçons. Ob der unerwarteten Kühle zuckte Annette zusammen. Dann liess Anita Lember sich von Claudius Hufnagel einen blauen Dildo in Form eines Delphins geben. Sie stellte ihn auf die mittlere Stufe und legte ihn zwischen Annettes Brüste. „Wie schön Du bist“, sagte sie zu ihrer Arbeitskollegin. Sie war die Leiterin der benachbarten Postfiliale.

Marvin steckte den Zündschlüssel in seinen VW Golf und machte sich auf den Weg zu seiner Frau beziehungsweise zu Hinzenkamms Villa. Schon oft war er Sonntags mit seiner Familie daran vorbeispaziert. „Wenn wir bloss so wohnen könnten“, hatte Annette oft gesagt und ihn damit immer wieder verletzt. Es war eine sehr dunkle Nacht. Die Häuser wurden spärlicher; die Brücke war nur knapp beleuchtet. Marvin öffnete das Fenster. Es duftete nach Flieder. Kurz vor der breiten Einfahrt liess er seinen Wagen stehen. Er kam sich vor wie ein Einbrecher. Beim Aussteigen wäre seine Autotür beinahe von einem Ferrari Testarossa gerammt worden, der langsam an ihm vorbeifuhr. Der Park lag im Dunkeln; irgendwo plätscherte ein Springbrunnen. Marvins Schritte knirschten auf dem Kiesweg. Ob die beiden Töchter noch schliefen? Und: Was genau hatte er eigentlich hier zu suchen? Dann weckte ein Geräusch aus einem der riesigen Fenster im oberen Stock seine ganze Aufmerksamkeit. Das Fenster stand offen. Stöhnte da nicht Annette? Er hatte es doch genau gewusst, verdammt, und sah seine Gedanken bestätigt. Eifersucht, brennende Wut und pulsierende Geilheit schossen durch seinen Körper. Marvin war hellwach. Entschlossen trat er durch die geöffnete Terrassentür und blickte sich um. Überall lagen Essensreste, halbgefüllte Flaschen, Silberplatten und Gedecke. Über einem der Stühle lag Annettes Abendkleid.

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