Annette von der Post

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Annette von der Post

Annette von der Post

Anita Isiris

Unter ihnen war ja auch Annette, dieses kleine Luder vom Schalter der bedeutungslosen Postfiliale, die er nächstes Jahr eh würde schliessen müssen. In warmem, anzüglichem Ton unterhielt Hufnagel sich mit ihr. Hinzenkamm stand so dicht hinter Annette, dass er ihr ohne weiteres einen Klaps auf den festen kleinen Hintern hätte geben können. Da machte Hufnagel zu Meisenberg hin ein Zeichen mit seiner linken siegelringbewehrten Hand und verschwand mit der halbnackten Annette Richtung Treppe. Wieso viele vermögende Menschen über so wenig Geschmack verfügen, weiss ich auch nicht (Anmerkung der Erzählerin Anita Isiris). Jedenfalls war es so, dass die Ölgemälde von Hinzenkamms Ahnen im Treppenkorridor schrecklich aussahen – eigentlich wie er selbst. Dazu die klobigen goldenen Bilderrahmen, der dunkelviolette Läufer, das protzige Messing des Treppengeländers... hier gab es genauso genommen weder Stil noch Klasse. Dann betraten Annette Hügli und Claudius Hufnagel Hinzenkamms Schlafraum. Annette verspürte eine nicht unangenehme Schwere im Unterleib. Hufnagel stand schweigend neben ihr. Er wusste, dass er diese Frau mit seinem kleinen Glied, das er unter schweren Bauchfalten erst suchen musste, kaum würde befriedigen können. Claudius Hufnagel war aber ein Zungenkünstler. In der Beziehung war sein Selbstvertrauen mehr als gesund. Er hörte die Postbeamtin schon keuchen. Bereits als er sie zur Party einlud, hatte Annette gewusst, dass er mit ihr würde schlafen wollen.

Marvin stand auf und stellte fest, dass sein Glied steif war – und zwar so sehr, dass er es kaum in die Jeans zwängen konnte. Auch hatte er Herzklopfen. Was sie wohl mit seiner Frau machten um diese Zeit? Er suchte den Autoschlüssel.

Lächelnd setzte Annette sich auf das riesige Bett. Dieser Raum wiederum war sehr einladend. Überall standen Vasen mit frischen Schnittblumen; die wenigen Möbel waren leicht und geschmackvoll.

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