Zu sehr hatten die Männer sie enttäuscht, zu sehr hatte sie sich von den Bildern entfernt, die durchs Fenster in ihr Schlafzimmer gekommen waren, um sich in ihrem Kopf festzusetzen. Sie hatte ihre Fantasie verloren und mit der Fantasie die Lust, an sich zu spielen.
Nun war sie mit Männern in blauen Roben umgeben, jeder auf seinem Holzschemel. Sanftes Licht erhellte den Therapieraum. Mit gespreizten Beinen lag die nackte Anouk auf dem Behandlungstisch, unter ihrem Kopf eine weinrote Kissenrolle. Wortlos drückte ihr einer der Therapeuten einen blauen Delphindildo in die Hand, einen Dildo mit zwei rotierenden Köpfchen, eingestellt auf mittlere Stärke. Die angenehme Akustik des Summens erfüllte den Raum. «Ganz ruhig jetzt, Anouk, mach es Dir, komm… mach es Dir… wir schauen Dir zu… beschützen Dich… komm, süsse Anouk… öffne Dich dem Dildo… jaaaah… Du machst das guuut…».
Diesen Worten konnte die junge Patientin nicht widerstehen. Sie spielte an ihrer steifen Clit, strich sich über die Innenseite der Oberschenkel, atmete tief durch und schob sich den Dildo in ihr Innerstes. Dann entwickelte sich das Naturwunder, das schon seit Jahrtausenden die Welt den Atem anhalten lässt. Anouks ganzer Körper geriet in Bewegung. Ihr Brustkasten hob und senkte sich, der eine oder andere Therapeut drückte sanft ihre festen, warmen Titten oder hielt ihre Hand. Andere liessen ihre Finger auf ihrem Bauch kreisen. Einer schob sich über Anouk und versank in einem Zungenkuss; Anouk öffnete ihre Lippen nur allzu bereitwillig. Anouks Becken vibrierte. Sie schob es dem Dildo entgegen, und alles war Rhythmus, Entspannung, Geilheit, und, ja, auch Liebe. Sanfte Musik erklang, Musik, die Anouk in eine andere Welt trug. Als der kleinere der beiden Dildoköpfe tief in ihrem Anus rotierte, war es um sie geschehen.
«Jaaaaaah… Jaaaaah… JAAAAAH…». Anouk hatte zurück zu ihrem Innersten gefunden, die Harmonie zwischen Offenheit, Wärme, Körperempfinden und reiner, unverfälschter Lust war wiederhergestellt.
Anouk beging den Weg zurück zur Frau, die sie einst gewesen war. «Anouk masturbiert wieder», flüsterten sich die Therapeuten in den Korridoren erfreut zu.
Wenig später verliess eine junge, strahlend schöne, selbstsichere Frau mit wiegendem, beckenbetonten Gang den Magerberg und führte fortan ein glückliches, lustbetontes Leben.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.