Ansichtssache

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Paul Magallas

Ich bin jetzt kein Spanking-Fetischist“.
„Oh, immerhin kennst Du den Fach-Begriff“.
„Ist noch gar nicht so lange her, dass ich auf den Geschmack gekommen bin. Eigentlich hatte ich immer Lust, meine Partnerin zu verwöhnen. Sie hatte mir einmal gestanden, dass es eine Phantasie ihrer Jugend war, vom Klassenlehrer versohlt zu werden. Als ich das mal wieder aufbrachte, tat sie es als vergangen ab. Schade, träumte ich doch davon, im ganz besonderen Erotikshop hier eine Gerte zu kaufen und ihr zu Weihnachten zu schenken. Ich bin massage-süchtig, bekomme gerade von erotischen kaum genug. Vor allem am Hintern könnte ich stundenlang verwöhnt werden. Unersättlich ist der, warum auch immer. Aber leider limitiert das immer der Geldbeutel. Aber, wenn es da gelegentlich ‚Schläge setzt‘, ohne dass es eine SM-Sache würde, gefällt mir das. So sagte ich zu meiner Partnerin, Du kannst ja mir gelegentlich eine versetzen. Und, o Wunder, sie tat es und seither genieße ich es in jedem Fall. Ihr scheint es auch irgendwie Spaß zu machen. Was hast Du eigentlich mit mir da unten vor?“
Sie hatte Druck und Aktivität erhöht. Jetzt fühlte es sich an, als bearbeiteten ihn beide Füße.
„Magst Du ihn rausholen?“
„Hier?“ Vor Entsetzen schnappte seine Stimme nach oben.
„Warum nicht? Lege einfach die Jacke darüber. Den Rest besorge ich.“
„Besorgen klingt gut“. Er nestelte etwas umständlich, bis er den Reißverschluss und Knopf offen hatte, sich ruckelte und seinen inzwischen ziemlich ausgewachsenen Freund an die frische Luft entließ. Panisch drückte er die Jacke auf seine Schenkel. Doch, kein Mensch interessierte sich für sie hier im Eck. Die Füße verstanden ihr Handwerk.
„Und?“
„Gigantisch!“ hauchte er und zog dabei die Luft ein.

„Aber jetzt mal andersherum. Was mag Dein Hintern so?“
„Och, allerlei“.
„Geht’s etwas genauer?“
„Ich mag alles, je nach Stimmung mal sanfter, aber auch härter. Ich mag Hände, die meine Halbkugeln, auf die ich schon etwas stolz bin, zu kneten verstehen. Ich mag’s, wenn ich geküsst werde, wenn eine gierige Zunge über diesen Parcours fährt, auch dazwischen, auch nach vorne, um meine Höhle zu erforschen. Ich mag Schläge, gerne auch mal härter und so, dass ich danach länger nicht stillsitzen kann. Ich mag’s, wenn man mir einen Plug einführt oder gerne auch mal anale Spielereien. Besonders mag diese Region, wenn er seinen Schwanz herauszieht und seine Milch auf meinen Hintern ergießt. Das hat etwas Versautes und macht mich richtig an. Es einzureiben und mir dann die Finger zu lecken – einfach geil“.
Während sie das sagte, gingen ihre Füße auf die Zielgerade. Sie walkte und drückte seinen prallen Harten, der schon zuckte. Sie steigerte ihre Bearbeitung und er ergoss sich, wohin genau, war ihm egal. Was würde aus den wunderbaren schwarzen Strümpfen? Ihr schien es kein Thema zu sein.

Dann schaute sie plötzlich auf die Uhr.
„O, jetzt ist die Zeit schneller vergangen als gedacht, ich muss los. War mir ein Vergnügen!“
„Ganz meinerseits“. Beide versuchten mit Servietten und Taschentüchern sich frisch zu machen… Er packte alles wieder ein. Sie raffte ihre Sachen zusammen, sprang auf und rannte los.
„Mach’s gut!“ – und schon war sie um die Ecke.

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