Anspannung

Ob das gut geht? – Teil 22

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Anspannung

Anspannung

Jo Diarist

„Ich meine, wenigstens mal Anstoßen auf unseren neuen Lebensabschnitt.“
„Klar, ich hol schon mal die Gläser.“
Das Ansinnen kommt mir nur entgegen, denn ich brauche jetzt auch etwas, um runterzukommen.
Minuten später sitzen wir auf der Couch, nippen am Wein und versuchen, den Tag zu rekapitulieren. Er hat uns alle geschlaucht. Mehr als wir es im ersten Moment gemerkt haben. Jetzt, nachdem wir zur Ruhe kommen, spüren wir die Ermattung, die nicht nur den Körper betrifft. Auch im Kopf scheint sich eine gewisse Leere auszubreiten.
„Es ist anders, als ich mir das vorgestellt habe“, gibt Lisa zu.
„Ich dachte, es wird ein Jubeltag, den wir mit hemmungslosem Sex feiern. Aber wenn ich ehrlich sein soll, auch wenn wir seit der Woche vor Weihnachten keinen mehr hatten, mir ist gerade nicht so, und dir?“
Sex? Die Lust darauf war mir seit dem letzten Mal mit ihr nicht wieder untergekommen. Anderes hat meine Gedanken seither beherrscht und jegliche Erotik trat da in den Hintergrund.
Das sage ich Lisa auch so und es bleibt daher beim Kuscheln, bis wir mit matten Gliedern ins Bett gehen.
Ich liege mit Lisa im Ehebett, das ich vor einer Nacht noch mit meiner „Noch-Ehefrau“ geteilt habe. Also nur zum Ruhen, Sex mit ihr gab es seit dem erzwungenen nicht mehr.
Natürlich ist alles frisch bezogen, und doch fühlt es sich für uns beide seltsam an, denn das Wissen um Conny ist ja da.
Wortlos schmiegen wir uns aneinander. Ganz eng, zwei Körper wie einer, auf meiner Bettseite.
Schnell wird es warm unter der Decke, und Lisa fragt:
„Können wir nackt schlafen?“ Sie stockt kurz und schiebt nach: „Nicht nur wegen der Wärme unter der Decke, auch damit ich dich richtig spüren kann.“
Selbstverständlich stimme ich zu, sehne ich mich doch auch nach ihrer Nähe.
Kurz darauf spüre ich die warme, weiche Haut von Lisa an meinem Körper.

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