Seine Zähne gaben sie nicht mehr frei und sie war nur noch Lust und Schmerz und Schmerz und Lust. Nein, jetzt, jetzt wollte sie keinen anderen Mann mehr in sich! Jetzt wollte sie ihre Erregung, ihre beflügelnde Pein und ihre umfassende Erschöpfung ausleben! Und sie wollte die interessierten, geneigten und neidvollen Blicke der anderen Damen und Herren genießen, die um sie geschart zusahen. Klaus war es nun ein Genuss, sie vor aller Augen zu besteigen und ihre hemmungslose Lust noch einmal herauszufordern. Die ihrem Mund dargebotenen Schwänze neuer forscher Bewerber lehnte sie kopfschüttelnd ab. „Spritz mir in den Mund!“, schrie Eveline, als sie merkte, wie Klaus auf seinen Höhepunkt zusteuerte. „Vom Arsch in den Mund?“, fragte er keuchend. „Ja!“ verlangte sie energisch, schob ihn von sich, drehte sich kniend zu ihm und lutschte und wichste seinen Schwanz. Klaus spritzte ihr seinen reichlichen Erguss in groben, klebrigen Strängen zwischen ihre Lippen und sie saugte und saugte, seine Eichel mit ihren Lippen fest umschlossen, bis nichts mehr kam. Klaus sank erschöpft auf die Matratze zurück und Aphrodite ließ sein Sperma aus ihrem Mund über ihr Kinn rinnen und auf ihre Brüste tropfen. Ein paar Zuschauer und Liebhaber von eben vorhin klatschten ihr dezent Beifall. Eveline verrieb den Erguss auf sich, stand auf und stakste mit schmerzendem Po königlich an die Theke, um sich erneut Prosecco zu bestellen.
„Für nachher!“, prostete sie Klaus zu und der merkte, dass ihm das Blut schon wieder ins Glied schoss.
*
Weit nach Mitternacht waren sie ins Hotel zurückgekehrt und lagen nun noch schlaflos beieinander. „Aphrodite, sag, wann wirst du zurückkehren zu den Göttern?“, fragte Klaus ernst.
„Ach, weißt du“, antwortete Eveline lächelnd, „unter den unsterblichen Göttern des Olymp mit ihrem ständigen Gezänk ist meine Existenz zwar nicht bedeutungs-, aber letztlich belanglos. Was immer ich auch tue, ich bin nie in Gefahr und habe nichts zu verlieren. Hier unter euch Sterblichen geht es immer um alles oder nichts! Ich spüre das pralle Leben mit Lust und Leidenschaft, Trauer und Verzweiflung! Jeder glückliche Moment ist ein unschätzbarer Wert und ich kann nur ohne Gewissheit hoffen, dass, wenn ich mein Glück gerecht behandle, es mich nicht verlässt! Dieses Leben liebe ich! Ich bleibe hier bei dir und kehre nicht mehr zurück!“ Ihr zarter Kuss ließ ihn spüren, dass alles an diesem Versprechen wahr war und bleiben würde – für immer.
„Aber dafür“, und Aphrodite zögerte ihre Aussage genüsslich hinaus und Klaus’ Augen weiteten sich wieder in aufsteigender Irritation, „will ich gelegentlich zu Agnes in den Club!“
Klaus seufzte ein wenig, als gäbe er sich geschlagen, aber auch erleichtert, denn keine Änderung ihrer himmlischen Beziehung war angekündigt.
Und ein Besuch in Agnes’ Haus?
Tja, der Geist war einfach aus der Flasche! Daran gab es nichts mehr zu rütteln.
Aphrodites Männer
Geschichten vom Anfang des Liebens
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