Aphrodites Wunsch

Geschichten vom Anfang des Liebens

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Aphrodites Wunsch

Aphrodites Wunsch

Stayhungry

Natürlich passte da auch oft was nicht. Hatte ich einen sanften Frauenversteher, wollte ich eigentlich nur durchgefickt werden wie die Nacht zuvor und bekam ich das dann wieder, wusste ich den am Vorabend frustriert Entfleuchten erst zu schätzen! Das war anstrengend, lustvoll und ernüchternd gleichermaßen, aber mit viel Alkohol am Abend und dann wieder am Vormittag am Pool gut zu ertragen. Nach so einem Urlaub hatte ich dann auch wieder längere Zeit genug von der Suche nach lustvoller Erfüllung in Anonymität und Beliebigkeit.“

„Und wie passe ich da rein?“, fragte Klaus ratlos in ihre Pause hinein.
„Du bist plötzlich wie ein verliebter Teenager am Empfang der Therme gestanden, und hast mit deinem Bademantel und dem Saunatuch ausgesehen wie Arthur Dent aus 'Per Anhalter durch die Galaxis'!“ lachte Eveline herzerfrischend.
„Orientierungslos, aber zu allem entschlossen, hast du mir irgendeinen Blödsinn erzählt, nur um mit mir nochmal ins Gespräch zu kommen, nur um mir einfach noch einmal in die Augen zu sehen! Du hast dich ohne Zögern zum Affen gemacht, nur für diesen einen Moment mit mir, von dem du doch nicht hoffen konntest, dass er deiner Sehnsucht nach mir in irgendeiner Weise dienlich sein könnte. Genau dieses Wagnis, diese bedingungslose Bereitschaft, für meine Nähe alles zu tun, hat mich elektrisiert. 'Endlich wieder verlieben!' durchzuckte es mich. Endlich begehrt werden ohne Grund und Ziel! Endlich wieder den Augenblick zur Ewigkeit machen! Nachdem du dich zurück in die Therme getrollt hattest und ich nicht wusste, ob noch irgendetwas kommen würde aus deiner Richtung, habe ich kurzentschlossen die Gelegenheit beim Schopf gepackt und dir meine Nähe angetragen in einer Weise, dass du schwerlich nein sagen konntest! Und ich hatte nicht einen Moment Zweifel oder ein ungutes Gefühl!“ Sie strahlte ihn an und dieses glückliche Bekenntnis hob seine Laune deutlich. Klaus lächelte endlich wieder.

„Drum ist es auch etwas geworden“, flüsterte Aphrodite ihm ins Ohr, fing an, am Ohrläppchen zu knabbern und mit der Hand sanft sein Glied unter der Decke zu streicheln.
„Liebe und sinnliches Feuerwerk! Ein Traum, aus dem ich nicht erwachen möchte!“
„Ich auch nicht“, hauchte Klaus und seine Erektion bewies, dass es ihm doch nicht mehr viel ausmachte, dass Aphrodite in einem Club von einer Horde fremder Männer bestiegen werden wollte.

Er fand diesen Gedanken plötzlich sehr erregend.

*

„Ich habe nach einem geeigneten Ambiente gesucht und bin auf einen Club bei München gestoßen!“, erzählte Eveline freudig von ihrer erfolgreichen Suche.
„Der ist, meine ich, etwas niveauvoller als das, was hier in der Nähe zu finden ist.“ Aphrodite bezirzte Klaus mit süßem Werben um einen Besuch in dieser Begegnungsstätte der ganz besonderen Art.
„Ganz abgesehen davon, dass ich weder meinen Nachbarn noch meinen Kollegen begegnen möchte!“, grinste sie und wurde tatsächlich etwas rot bei dem Gedanken.

Agnes’ Haus der sündigen Engel pries sich tatsächlich sehr niveauvoll an. Klaus willigte ein, nachdem Eveline ihn ja so eindringlich von ihrem Wunsch nach Erfüllung tabuloser Phantasien und gleichzeitig ihren tiefen Gefühlen für ihn überzeugt hatte. Sie buchten ein Hotel in der Nähe des Clubs und begaben sich in das Abenteuer. Es schien ihm, dass sie aufgeregter war als er, wiewohl sein leicht mulmiges Gefühl nicht weichen wollte.

Aber ein Zurück konnte es für ihn nicht mehr geben, das war ihm klar.

Und ehrlich: Er wollte das auch gar nicht mehr.

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