Aphrodites Wunsch

Geschichten vom Anfang des Liebens

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Aphrodites Wunsch

Aphrodites Wunsch

Stayhungry

Aphrodite schritt mit wiegenden Hüften den breiten Korridor entlang vom Büro der Geschäftsführerin neben der Rezeption zur Lounge des Clubs, von der aus man sich in die verschiedenen Bereiche des Hauses begeben konnte, nach Lust, Laune, Vorbuchung oder Einladung. Sie trug diese waffenscheinpflichtigen High Heels und das schwarze Korsett mit den unzähligen Ösen und Verschnürungen in zwei Reihen von den Armen abwärts zu den Hüften und eine dritte zwischen den Brüsten hinunter zum Schoß, das sich wie ein Strechmini bis zur Höhe des Schamhügels hinunter zog. Man hätte also gerade noch den Slip erblicken können, hätte sie denn einen getragen. Im dezenten Licht aus vielfältigen Quellen zwischen abstrakter Kunst, erotischen Akten und dunkel gehaltenen Hintergründen war das aber gar nicht gleich ersichtlich, denn Aphrodite trug das schwarze Pelzchen ihres Venushügels nur gewissenhaft getrimmt. Als sie durch die geöffneten Türen den Raum betrat, richteten sich die ersten Blicke der Anwesenden schon auf sie, die ein wenig nervös, eher jedoch aufgeregt und ja, auch erregt zielstrebig einen freien Platz an der Theke ansteuerte.
„Prosecco, bitte!" orderte sie ihr in solchen Gelegenheiten liebstes Getränk.

Klaus musste schmunzeln, als sie ihm dabei zuzwinkerte. Unschlüssig war er hinter ihr hergeschlendert, genoss den Anblick ihrer unfassbar erotischen Figur und wusste nicht recht, wie er hier seinen Platz finden sollte. Petra, die Servicekraft, ganz in Schwarz mit streng zurückgebundenem Pferdeschwanz, in hohen Schnürstiefeln und knappstem Body aus Lederriemen und Applikationen aus Metallplatten, hatte sie hierher geleitet. Sie hatte sich neben Klaus gehalten, wohl um seinem Zögern Abhilfe anbieten zu können, wenn es Überhand nehmen sollte. Kurz wies sie die beiden in die Gepflogenheiten des Hauses ein.

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