Arena

Amazonengeschichten - Im Land des Nordens - Teil 7

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Ist das ein Schwert für höfischen Gebrauch bei Festmahl und Tanz? Damit kannst du doch nicht kämpfen! spottete Emets Gegner ruhig. Ihr dünnes Schwert hatte gegen die Wucht des massiven Stahls tatsächlich keine Chance. Emet musste darauf achten, dass es beim Kreuzen der Klingen nicht einfach zerbrach, dass sie nur mit dem letzten, dicken Teil der Klinge parierte. Und ihr Gegner war äußerst geschickt und beherrschte diese Disziplin meisterhaft. Emet hatte echt zu tun, seine klugen Attacken abzuwehren. Vor allem aber musste sie dem Tyrannen und dessen nach Spektakel und Blut gierendem Volk einen spannenden Kampf liefern, denn ein zu schneller Sieg könnte das Publikum enttäuschen und ihre Freilassung gefährden. Ein langer Kampf wiederum gefährdete ihr Leben, nur hatte sie eben keine Wahl. Auch ihr Gegner hatte längst noch keine wirklich schwere Attacke unternommen, er spielte publikumswirksam mit ihr wie eine Katze mit der Maus. Emet war angespannt bis in die letzte Faser ihres Körpers. Es ging um ihr Leben, ob hier im Sand der Arena oder bei dem, was er ihr glaubhaft angedroht hatte.

Grazil tänzelnd, geschickt ausweichend, fügte sie dem geübten Kämpfer kleine, schmerzhafte Schnitte an den Armen zu, Kratzer nur, aber sie bewies ihm, dass er für sie nicht unverwundbar war. Sie selbst hatte dergleichen von ihm noch nicht erhalten, zu grob war dieses große Schwert, ein echter Treffer hätte sie schwer verwundet, ein spielerisches Touchieren war nicht annähernd so folgenreich wie die ihres Payann-Schwertes. Oh, wie sie Manher für diese Leihgabe liebte!

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