Arena

Amazonengeschichten - Im Land des Nordens - Teil 7

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Emet verneigte sich vor dem Tyrannen und senkte das Schwert vor ihm, um ihm für seine Großmut zu danken. Er beugte sich zu ihr und presste zwischen den Zähnen hervor: Du bekommst eine Eskorte, die dich zur Grenze meines Reiches bringt! Wage es ja nicht, noch einmal einen Fuß hineinzusetzen! Emet giftete leise zurück: Sei mir dankbar! Er hätte dich bald abserviert. Gib mir keine Meuchelmörder mit! Sie werden es nicht überleben und ich werde Rache nehmen! Und schlafe nie zu fest! Vielleicht ist es nicht nur das Knacken des Feuers, der Hauch des Windes oder der Ruf des Käuzchens, der dich weckt! Vielleicht komme ich wieder! Dann überlege gut, welcher Gott stark genug ist, deinen Hilferuf zu erhören!

*

Emets Eskorte bestand zu ihrer Beruhigung tatsächlich aus vier harmlosen berittenen Lanzenträgern, jung, unerfahren, aber unerschrocken. Es waren Jungen aus jener Gegend, durch die sie zur Grenze geführt wurde. Sie kannten den Weg und fehlten nicht in der Stadt, in der die Herrschaft wohl nur durch Unterdrückung zu sichern war. Anfangs ritt Emet noch erhaben zwischen ihnen und musterte sie mit strengem Blick. Diesem wichen sie scheu aus. So etwas wie ihren Kampf in der Arena hatten sie noch nicht gesehen und sie war gewiss, keiner von ihnen würde es wagen, die Hand gegen sie zu erheben. Anfangs ritten sie respektvoll vor und neben ihr. Emet ließ sie einige Zeit im angebrachten Glauben, eine gefährliche Amazone zu begleiten, dann begann sie, die Situation mit gelegentlichen Witzchen aufzuheitern und merkte, dass es einfach nur gutmütige Jungs am falschen Ort waren.

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