" fragte ich meine Begleiterin. "Ich würde mich gerne ein wenig stärken."
"Gute Idee", sagte sie mit einem verlegenen Lächeln. "Um ehrlich zu sein, ich hatte mir sogar vorgenommen, nach meinem nächsten Kunden eine Kleinigkeit zu essen."
"Was darf ich dir mitbringen?"
"Eine Mini-Pizza", sagte sie.
"Willst du mich ruinieren?" erwiderte ich mit gespielter Empörung.
Sie lachte. "Ich brauche wirklich nicht viel."
"Na gut", sagte ich. "Warte hier!"
Ich stieg aus, ging in das Restaurant und bestellte drei Mini-Pizza und eine Portion Carciofini al Forno zum Mitnehmen. Während ich den Koch bei der Zubereitung beobachtete, nahm in meinem Kopf ein bislang undeutliches Bild allmählich konkretere Formen an.
"Signore!" sprach mich der Kellner an und riß mich aus meinen Phantasien. "Ecco le pizze e le# carciofini. Buon appetito."
"Tante grazie", bedankte ich mich und kehrte zufrieden zum Wagen zurück. Jetzt wußte ich, auf welchem Wege ich meine sinnlichen Bedürfnisse stillen wollte.
Ich fuhr weiter, während die junge Frau die Pizza auspackte und mit den Fingern ein Stück in den Mund schob.
"Willft du auch mal abbeiffen?" fragte sie.
"Wenn du mich so nett darum bittest ..." entgegnete ich pikiert und warf ihr einen tadelnden Seitenblick zu.
"Stell dich nicht so an!" knurrte sie, nachdem sie den Bissen hinuntergeschluckt und mir ein Pizzastück in den Mund geschoben hatte. "In meinem Job sind allzu gute Manieren geschäftsschädigend."
"Daff kann ich verfpehen!" erwiderte ich grinsend. "Wo fpeigft du ..." Ich schluckte die Pizza hinunter und setzte noch einmal an. "Ich würde den Rest der Mahlzeit gerne an einem gemütlicheren Plätzchen einnehmen. Wo steigst du normalerweise ab?"
Sie nannte mir eine Adresse und lotste mich dann durch die Straßen zu einer kleinen Pension. Nachdem ich einen Parkplatz gefunden hatte, mieteten wir ein Zimmer, das ich bar und im voraus bezahlte.
Artischocken
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