Artischocken

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Artischocken

Artischocken

Bernhard Kempen


Wir stiegen eine schmale Treppe hinauf und traten in ein Zimmer, in dem sich ein französisches Bett, ein leerer Schrank und ein Tisch mit zwei Stühlen befanden. Die zweite Tür führte in ein kleines Badezimmer.
"Was jetzt?" fragte die Frau, als ich die Zimmertür hinter mir geschlossen hatte.
Ich stellte die immer noch in Alufolie verpackten Artischocken auf dem Tisch ab. "Zieh dich aus", sagte ich, "aber schön langsam!"
Sie warf ihre Handtasche aufs Bett, streifte die glänzende Latexweste über die Schultern und ließ sie hinter sich zu Boden fallen.
Ich zog mein Jackett aus und hängte es über die Stuhllehne.
Sie strich sich mit den Händen über den Oberkörper und griff nach dem unteren Saum des Bustiers.
Ich setzte mich auf den Stuhl und faltete langsam die Alufolie auseinander.
Sie zog sich das Bustier über den Kopf und legte die Hände unter die hübschen Brüste mit den kleinen dunklen Warzen.
Ich legte die Alufolie zur Seite, nahm das Plastikbesteck und tränkte eine der mit Schinken und Käse überbackenen Artischocken in der hellen Sahnesoße.
Sie kehrte mir den Rücken zu und öffnete den Reißverschluß an der Seite ihres Latexrocks.
Ich schnitt ein Stück Artischocke ab und spießte es mit der Gabel auf.
Sie zog den Rock langsam über ihre runden Pobacken.
Ich legte die Lippen an die Artischocke und kostete mit der Zunge von der Soße.
Sie ließ den Rock zu Boden gleiten und stieg aus den Pumps.
Ich steckte die Artischocke in den Mund und kaute.
Sie schmeckte ausgezeichnet. Dabei hatte ich nicht einmal zehn Mark für diese Portion bezahlt. Allerdings wurde der kulinarische Genuß durch einen zusätzlichen Reiz gesteigert, der deutlich teurer war. Alles im Leben hatte seinen Preis.
Die Frau rollte nun den linken halterlosen Netzstrumpf über das Bein nach unten.
Ich spießte den Rest der ersten Artischocke mit der Gabel auf.
Sie streifte den Strumpf über den linken Fuß.

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