Auf alten Gäulen …

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Auf alten Gäulen …

Auf alten Gäulen …

Reinhard Baer

Die Handhaltung stellte offenbar ihre Denkerpose dar.
Zeit genug, sie zu mustern. Wie schon gesagt, war Maxine deutlich älter als ich, aber durchaus noch gut in Schuss. Sie trug eine brünette Kurzhaarfrisur, hatte wache Augen und ihre Haut wirkte frisch. Sie war üppig, aber nicht dick, schien sich überdies fit zu halten. Es würde mich nicht wundern, wenn sie sich einen Personal Trainer für alles Mögliche hielt.
Dann löste sie sich aus ihrer Starre, hob ihr Glas und forderte mich damit auf, mein Glas ebenfalls zu heben. Wir tranken. Ein guter Tropfen!
„Genieß ihn, so ein Tröpfchen gibt es immer seltener!“

Dann sprach sie endlich zur mit Spannung erwarteten Sache: „Es gäbe da tatsächlich was, … zwei Dinge, um genau zu sein.“
Dann fing sie an mir von den drei Counties und ihren derzeitigen ‚Herrschern‘ zu berichten. Ich hörte mir alles an, ohne zu erkennen zu geben, dass ich von Joseph schon gleichsam gebrieft worden war. Ich hörte erst genauer hin, als sie sagte: „Und ‚The Barbarian‘ der Drecksack nervt. Viel zu unberechenbar, ein echter Psychopath. Der muss weg. Hannibal ist der gleichen Meinung. Wir wollen uns seinen Bezirk aufteilen. Da ich Hannibal noch was schulde, soll ich den größten Teil der Drecksarbeit machen. Und als Wilson mir von Dir erzählte, kam mir eine Idee. – Du kannst also wirklich mit dem M24 umgehen?“
„Marines – Spezialausbildung“, antwortete ich, so beiläufig wie möglich. Dass das lange vor meiner kriminellen Karriere gewesen war und schon fast zwei Jahrzehnte zurücklag, musste ich ihr ja nicht auf die Nase binden. Außerdem schoss ich immer noch hervorragend und hatte auch alles andere Erlernte, wie lautloses Anschleichen, stundenlanges regungsloses Verharren, perfektes tarnen und ähnliches noch ganz passabel drauf.
„Sehr gut“, nahm sie ihre Überlegungen wieder auf. „Du schaltest ihn aus und ein paar ausgewählte Männer von mir und Hannibal machen dann das Grobe.

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