Auf alten Gäulen …

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Auf alten Gäulen …

Auf alten Gäulen …

Reinhard Baer

„Wir hatten uns schon gewundert, warum man uns heute Morgen in diese fast gemütliche Dreierzelle gebracht hat, …. und das Frühstück war auch viel besser als sonst“, sagte Ellen sarkastisch, die hier anscheinend als Mutterersatz fungierte, und von den dreien mit Abstand den mental stabilsten Eindruck machte. Linda schien völlig verängstigt und lethargisch, vermutlich kam bei ihr das ‚Haus der Löcher‘-Kapitel wieder hoch und auch Jill sah verstört aus und als ob sie geweint hätte, und zwar nicht nur einmal.
Jill sagte: „Diese Dreckschweine! Kaum muss eine von uns Pipi“, sie zeigte auf den Blecheimer in der Ecke, „dann stehen diese verklemmten Spanner vorm Gitter und glotzen.“ „O.K., ihr müsst hier nur noch ein paar Tage aushalten und dann verschwinden wir aus Frederik, das verspreche ich euch.“

Wie gerne hätte ich Jill in die Arme genommen, aber das war nicht möglich. Sprechen konnten wir auch nicht frei, denn die Wachen blieben in Hörweite. So blieb ich nicht lange. „Ich muss noch einiges vorbereiten, damit in den nächsten Tagen alles nach Plan läuft. Macht es bis dahin gut.“
Jill hatte erneut Tränen in den Augen als ich ging, das sah ich genau. Ich war froh dieses Elend nicht mehr länger sehen zu müssen.

Nachmittags war ich mit Joseph unterwegs. Für alle Fälle wollte ich die Stadt genau kennenlernen. Vor allem für den Fall, dass Mad Max versuchen würde mich zu verarschen ...

Wie es dann weiterging? Nun meine Freunde, das will ich euch gerne verraten.

Im Tittengebirge

Am gleichen Abend gegen 19:00 Uhr fand ich mich erneut am ‚Courthouse‘ ein. Nach einer diesmal recht nachlässigen Durchsuchung auf Waffen durfte ich eintreten. Ich nahm den mir schon bekannten Weg nach oben in die Vierte und klopfte an der schweren Eingangstür. Die Wache, eine selbst für Maxines Spießgesellen vergleichsweise besonders zwielichtige ungepflegt wirkende Figur mit Dreitagebart und fettigem strähnigem Haar, öffnete und zeigte mir die Tür zu dem Zimmer, das ich betreten sollte.

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Gedichte auf den Leib geschrieben