Da es seit langem, dass erste Mal war, dass sie zusammen schliefen, dauerte es nicht lange bis sie beide vom Orgasmus überrollt wurden. Ermattet ließ sich Chen Lu zur Seite fallen und zog Ryan mit. In der Löffelchenstellung blieben sie lange so liegen.
Drei Monate später kam ihre Tochter, „Ling“ zur Welt, was so viel bedeutete wie „Geist, Seele, Glockenspiel.“
Schon kurz nach der Entbindung, gerade hatte die Geburtshelferin Chen Lu ihre Tochter in den Arm gelegt, erfüllte sich das, was der heilkundige Akuma vorausgesagt hatte.
Ryan, der bei der Geburt natürlich dabei war, hatte zwar Gummihandschuhe, sterilen Kittel und Mundschutz an, doch als er sich vorbeugte, um seine Tochter genauer anzusehen, berührte er versehentlich Chen Lu mit seiner Wange am Kopf. Überrascht zuckte er, in Erwartung heftiger Empfindungen, zurück, doch die blieben aus.
Impulsiv, ob dieser Erkenntnis, riss er sich den Mundschutz vom Gesicht und küsste Chen Lu mitten auf den Mund.
Chen Lu war mit der Betrachtung ihrer Tochter so abgelenkt, dass sie im ersten Moment überhaupt nicht mitbekam, dass Ryan sie geküsst hatte und was das bedeutete. Erst als Ryan sie fragte: „Hast du etwas gespürt?“ Und dabei auf seinen Mund zeigte, traf sie auf einmal die Erkenntnis. „Oh, es ist weg! Bitte noch mal!“ Dabei spitzte sie ihre Lippen zum Kuss.
Ob ihre Tochter Ling später davon befreit blieb, würde sich erst in ihrer Pubertät zeigen. Akuma hatte ihnen gesagt, dass diese Begabung erst in der dritten Generation nach ihrer Tochter langsam wieder zunehmen würde und es würde nur auf die weiblichen Kinder übertragen werden. Seelenverwandte Knaben könnten sie nur per Zufall finden. Es könnten also Jahrzehnte vergehen, bis diese Begabung wiederauftauchen würde.
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Wochen Später als die Schmerzen der Geburt, bei Chen Lu nachgelassen hatten, plante sie einen erotischen Abend.
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