Auf immer und ewig

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Auf immer und ewig

Auf immer und ewig

Justin Zara

Blieb ich etwas zurück, fing er sofort wieder an zu bellen. Wir liefen quer durch den Wald und schon bald hatte ich die Orientierung verloren. Meine Neugier und das Benehmen des Hunds ließen mich jedoch immer weiter laufen. Irgendwann war ich völlig außer Atem und blieb an einen Baum gelehnt stehen. Zu meiner Überraschung bellte der Hund diesmal nicht und als ich mich nach ihm umsah, entdeckte ich in einiger Entfernung die Umrisse eines großen Gebäudes. In einigen Fenstern war Licht zu sehen und ich ging einige Schritte vor, um noch mehr erkennen zu können. Der Pfad machte einige Biegungen und dann stand ich auf einem kleinen Vorsprung, von dem ich das Gebäude ganz sehen konnte. Zu meiner großen Überraschung war es aber kein Haus, sondern ein altes Schloss, was sich nur wenige hundert Meter vor mir erhob.

Der Hund lief langsam den kleinen Hügel hinunter, genau auf das Schloss zu. Mir war nun doch etwas mulmig, doch ich hatte keine Ahnung wie ich in der Dunkelheit wieder zurückfinden sollte und auf eine Nacht allein im Wald hatte ich auch nicht gerade Lust. Langsam folgte ich dem Hund und je näher ich dem Schloss kam, desto unheimlicher wurde mir. Der Hund war inzwischen schon an der großen Eingangstreppe angekommen und auch ich war nur wenige Meter entfernt, als sich die Tür öffnete. Ein Mann, ca. 35 Jahre, in altmodischen Kleidern kam zum Vorschein. „Hallo Raxo, da bist du ja wieder“, begrüßte er den Hund. Dann fiel sein Blick auf mich. „Und du hast auch mal wieder Besuch mitgebracht!“, fuhr er fort, während der Hund ins Innere des Schloss verschwand. „Guten Abend“, brachte ich zögerlich hervor. „Entschuldigen sie, dass ich hier einfach mitten in der Nacht auftauche, aber der Hund hat mich hierher geführt und nun weiß ich leider nicht mehr, wie ich wieder zurück in die Stadt finde.“ Der Mann musterte mich einen Augenblick und sagte dann: „Dafür brauchen sie sich nicht entschuldigen, Raxo macht so etwas öfter.

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