Entweder gefällt es ihr, wie ich reagiere, oder sie denkt, dass in solchen Situationen wie jetzt nichts dergleichen möglich ist.
Schneller als sie reagieren kann, ist meine linke Hand unter dem Tisch und drückt sich in ihren Schritt.
Beinahe hätte sie einen erschrockenen Laut ausgestoßen, beherrscht sich aber, weil gerade die letzten zwei ins Treppenhaus streben.
„Bist du übergeschnappt“, faucht sie, kaum dass die beiden weg sind.
„Nein, ich bin ein Dackel, und die schnappen manchmal unverhofft zu.“
Lisa braucht einen Moment, um sich zu sammeln. Sie versucht sich dem Griff zu entziehen, indem sie einen Schritt zurück macht, doch damit habe ich gerechnet. Ich vereitele das, indem ich mich ein bisschen hinter sie schiebe.
„Schön hiergeblieben, mein kleiner Dompteur, dein Dackel hat gerade Witterung aufgenommen.“
„Aber wenn … wenn das jemand sieht … wenn Ralf noch rauskommt … oder …“, stottert sie und blickt panisch in alle Richtungen.
„Wenn du schön am Tisch stehen bleibst, könnte es nur einer sehen, wenn er an uns vorbei zum Automaten geht und das lässt mir Zeit zu reagieren.“
Das entspricht der Wahrheit, denn die Tische haben einen unteren Kranz mit Ablage, die vier mal unterteilt ist. Also alles blickdicht bis zu den Knien von der Gangseite her.
„Ich hole jetzt was, um deinen verschütteten Kaffee aufzuwischen, und wenn ich wiederkomme, hast du den Hosenknopf aufgemacht und den Reißverschluss ein Stück runtergezogen.“
Aus der Toilette hole ich ein paar Papiertrockentücher und kontrolliere auf dem Rückweg meine Aussage. Es ist wie ich sagte, man muss sich bücken, um mehr als die Knie von Lisa zu sehen. Außerdem stehen wir in der Raumecke, und nur wenn jemand auf Lisas Seite zum Automaten geht und nach unten schaut, könnte es auffallen.
Ich lächle eine nervöse Lisa an.
Aufgeputscht
Ob das gut geht? – Teil 31
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