Augenkontakt

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Augenkontakt

Augenkontakt

Paul Magallas

Sie schaut ihn direkt an. Ihre Augen glänzen leicht, suchen den direkten, bezwingenden Kontakt mit ihm. Er kann sich nicht entziehen und hat das Gefühl, direkt neben ihr zu sitzen. Sie schaut ihn an – unabhängig davon, was ihr gerade geschieht.

Sie, die Frau mit der blonden Kurzhaarfrisur, ist nicht allein. Ihre Finger der linken Hand schließen sich um die Finger des schwarzhaarigen Mannes, der gerade ihre rechte Schulterpartie küsst. Mit ihrer anderen Hand hält sie ihn am Hinterkopf, zieht ihn an sich heran – und schaut fortwährend Ihn, den Betrachter an ihrer Seite, an. Was liegt in diesem Blick? ‚Gefällt dir, was du siehst? Macht es dich an? Wärst du jetzt am liebsten an seiner Stelle‘?
Sie liegt im Bett, auf weißem Untergrund. Zwei schwarze zarte Träger sind zu erkennen. Er ist sich sicher, die Szene wird sich weiterentwickeln. Er schließt die Augen, um sich auszumalen, was weiter geschieht. Immer wieder öffnet er kurz die Augen, um sich ihres Blicks zu vergewissern, der ihn immer noch festhält.

Die Küsse des Schwarzhaarigen wandern abwärts: übers Dekoltee suchen sie ihre Brüste. Sein Mund streift über die noch im BH gefangenen Brüste. Erst sanft, dann heftiger sucht er nach ihren Nippeln. Er sieht und spürt, wie die sich unter dem Stoff aufrichten und wie kleine Zinnsoldaten strammstehen. Er beißt hinein und reizt sie. Inzwischen muss die rechte Hand der Frau den Mann freigeben, der auf ihr weiterwandert. Nachdem er sich an den Brüsten gütlich getan hat, verwöhnt er ihren Bauch. Längst hat sich seine Zunge eingemischt, will mitspielen und übernimmt ihren Part: Über den Bauch zu lecken, ihren Nabel leer zu schlürfen, dem Rand ihres Slips entlangzufahren, als markierte sie ein Revier. Ohne viel Erfolg, versucht sie in den Slip zu kommen. Als das nicht gelingt, wandert sein Mund weiter auf ihre Vulva. Heftig drückt er sich dagegen, küsst und leckt durch den hauchdünnen Stoff ihres Slips über ihre Mitte. Er spürt ihre Lippen, fährt sie entlang in alle Richtungen. Längst gibt die Frau Laute von sich. Sie genießt, was ihr widerfährt, hält nicht länger still. Ihr sportlicher Leib bewegt sich, strafft sich, zieht sich zusammen. Sie kommt dem Schwarzhaarigen mit jeder Pore entgegen. Der ist selbst längst scharf, entzieht sich ihrer haltenden Hand, um entschlossen in den Slip zu fahren, ihn weg zu ziehen. Freie Bahn zu ihrer Lust will er. Lippen, Zunge und seine wühlenden Finger erkunden das pochende Gelände. Er genießt es, von ihrem sorgfältig gepflegten Bewuchs gekitzelt zu werden. Ihn zieht es mit aller Macht an die Stelle, mit der sie in höchste Lust zu kitzeln ist. Er spürt, wie es pocht und aus ihr fließt. Er spürt, wie offen, einladend offen sie sich ihm darbietet. Er schiebt Finger durchs offene Tor. Erst einen, der herzlich umschlossen und empfangen wird. Andere Finger wollen ihm hinterher. Wieviel es am Ende sind, weiß er nicht. Ihm gefällt, wie die Lust der Frau steigt. Sie hält es kaum noch aus. Nähert sie sich dem Punkt ohne Wiederkehr, zieht er sich zurück, verlangsamt seine Bewegungen, lässt ihr und sich Zeit. Sie sammelt neue sich aufstauende Lust, er genießt die Zeit, mit Mund, Fingern und Zunge zu erkunden, was der nächste Schritt sein könnte. Dann packt er mit beiden Händen ihre Pobacken, drückt sie leicht hoch und presst seinen Mund auf ihre glühende Mitte. Wieder gibt sie sich hin, öffnet sich ohne jede Hemmung. Weit gespreizt lässt sie sich halten. Er leckt den Damm entlang und versucht, an ihren Hintereingang zu kommen.  Sie ahnt, wohin er will, und kommt ihm entgegen. Da die Hände an den Po-Backen hängen, bleiben nur Lippen und Zunge. Er küsst und leckt, züngelt mit kreisenden Bewegungen und treibt sie zur Raserei. Sie ist längst auch dort hinten feucht und empfangsbereit. Er reißt sich von ihren knackigen Halbkugeln los. Er lässt einen Finger in sie gleiten und sucht mit den Fingern der anderen Hand wieder den Vordereingang. Sie windet sich und ist nicht mehr zu halten. Er will sie jetzt zum Höhepunkt bringen. Die Finger suchen wieder die dunkle Höhle und reiben ihre Perle – bis sie mit einem langen Schrei kommt.

Sie war gekommen und er war dabei. Ihre besonderen Augen haben ihn die ganze Zeit gehalten, zum Mit-Spieler gemacht.
Nun war er selbst so aufgegeilt, dass er das Magazin zur Seite legen musste. Er dreht es um, um die ganzseitige Werbung für das Parfüm nicht mehr sehen zu müssen. Er brauchte jetzt anderes ….

 

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