Mal von Mama, dann von Maggie und du bist auch nicht zimperlich!“
Lautes Gelächter ertönte, als Anne sich schmollend beschwerte. Willi spendierte ihrem armen Po eine schöne Massage, die er mit reichlich Sonnenmilch garnierte. Nach und nach fielen auch die Höschen der anderen Mädchen. Die Jungs aus der Gang kümmerten sich rührend um die verschiedenen Hintern ihrer Angebeteten. Da erblühte Ginas leicht gebräunte Backenpracht direkt neben Petras fahleren Doppelhügeln. Die jungen Leute befanden sich in einer ausgelassenen, rebellischen Stimmung. Entgegen dem vorherrschenden Tenor der späten Fünfziger-Jahre, verhielten sich Ricky und seine Freunde eher wie eine Mischung aus sogenannten Halbstarken und Beatniks, jenen Außenseitern, die in der rebellischen Lyrik von Allen Ginsberg oder den fiebrigen Romanen Jack Kerouacs deren rauschgeschwängerte Szenerie bevölkerten. Willi hatte regelrecht Ginsbergs “Howl“ verschlungen, während Ricky eher auf Eddie Cochrans Rockabilly setzte. “Come on everybody“ lautete das Motto dieses Tages am Baggersee. Die Wildesten der Mädchen reckten ihre nackten, blassen Popos stolz den Jungs entgegen. Manches Girl spekulierte darauf, dass sich ein kühner Finger noch woandershin verirren könnte. Ein kleiner Wermutstropfen blieb nur bei Käthe. Sie scheute den Kampf mit ihrem Vater, der ihr eine Zukunft mit Ricky sicherlich verweigern würde.
Sie verdrängte diese Gedanken. Rickys zärtliche Fingerübungen halfen ihr dabei. Käthe wollte den Augenblick spüren, ihn ganz in sich aufnehmen. Sie ahnte, dass dies einer der besten Tage ihres Lebens sein könnte. Anne hatte es da leichter, da ihre Mutter Renate Willi voll und ganz akzeptierte.
Hannes und Erwin plagten andere Sorgen, die ebenfalls schwer an ihren Gemütern nagten. Die jungen Männer hatten schon ihre Musterungsbescheide erhalten, was ihnen gar nicht behagte.
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