„OK, ich schau mal, wo die Schlüssel sind!“ Sie riss panisch die Augen auf: „Welche Schlüssel?“ „Na die von den Vorhängeschlössern an der Kette.“
Einen Moment lang glaubte sie, nicht richtig gehört zu haben. Das meinte er doch nicht etwa ernst? Ihr Herz begann zu rasen und sie schrie: „Du hast mich mit Vorhängeschlössern hier angekettet und weißt nicht, wo die Schlüssel sind?“ „Beruhige Dich mein Schatz, weit können sie ja nicht sein, ich schau mich mal hier oben um.“ Mit fahrigen Bewegungen stand er vom Bett auf und suchte den Raum mit seinen Blicken ab. Sie versuchte, soweit ihre Lage das zuließ, seiner Suche mit den Augen zu folgen. Bis auf das Bett sah sie kein anderes Möbel, Kästchen oder eine Schublade hier oben. Nirgendwo war ein Schlüssel zu sehen.
Ihre Angst wuchs mit jeder Minute seiner erfolglosen Suche. Schließlich sah auch er seine Erfolglosigkeit ein und sagte mit belegter Stimme: „Hey, es tut mir leid, hier oben finde ich die Schlüssel nicht. Ich muss Dich kurz alleine lassen und mich unten im Haus umschauen. Bleib ganz ruhig, es dauert bestimmt nicht lange.“
Ihr brach kalter Angstschweiß aus. „Du kannst mich doch hier nicht so liegen lassen …“ , sie war wütend, aber gleichzeitig wurde ihr klar: es hatte keinen Sinn jetzt einen Streit vom Zaun zu brechen … „aber bitte beeile Dich, Du musst die Dinger finden, bevor die anderen zurückkommen!“ Ihre Stimme zitterte nun schon heftig, allein die Vorstellung, so nackt und gefesselt gefunden zu werden, versetzte sie in fürchterliche Panik. Achim versuchte, sie zu beruhigen und gab ihr einen Kuß auf die Stirn. Aber sein: „mach Dir keine Sorgen, ich bin gleich wieder da“, klang nicht wirklich beruhigend. Endlich machte er sich auf den Weg nach unten.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.