Auszeit III - Poolparty

Tinas Geschichte

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Auszeit III - Poolparty

Auszeit III - Poolparty

Stayhungry

Ich tat das sehr liebevoll, also ihm ins Gesicht zu pinkeln, und ich gebe zu, es machte mir echt Spaß. Es hatte wirklich nichts von Herabwürdigung, es war eine sehr persönliche Grenzüberschreitung und ich liebte seine Freude an diesen schmutzigen Tabuverletzungen. Sein melancholisches Genießen berührte mich im Innersten. Ich spürte wirklich körperlich, wie sehr es in seiner Brust zog, mich zu begehren und mich dennoch nie ganz besitzen zu können, selbst wenn ich nicht nur ein Urlaubsflirt gewesen wäre. Und drum freute mich alles, was ihn erheiterte und das gelang an diesem Tag wirklich meisterlich. Wir schwammen ihm Pool, scherzten, plauderten und hatten eine kindliche Freude am Experiment mit Kaffee, Orangensaft, Cremant, Chablis und gewagt gemischten Cocktails, sinnliche Genüsse als Getränke und in deren Auswirkung auf ganz andere geschmackliche Wahrnehmungen. Lachend machte ich Pipi auf der Terrasse in der Hocke, an der Brüstung mit gerecktem Po, auf allen Vieren am Pool, meinen Hintern ihm zugewandt. Immer kostete er meinen Geschmack, gab ein sketch-reifes Urteil ab und leckte wieder und wieder auch meinen Po. Es war kein triebhaftes Rumferkeln, das man kurz darauf bereute. Wir hatten zarte, innige Momente, in denen es möglich war, sich ganz und gar fallen zu lassen. Ich fühlte mich schön, anziehend, verrucht, sexy, liebenswert, einfach wunderbar.

Wir waren schon am späten Vormittag betrunken und weder hatte ich ein Verlangen nach meinem Hotel noch Yves eine Verpflichtung. Die ausgelassene Party endete schneller als erwartet und ganz prosaisch: wir schliefen ein. Weil die Sonne weiter wanderte, weckte uns der beginnende Sonnenbrand an den Beinen. Mit dem schweren Kopf fehlte uns beiden die schwungvolle Ausgelassenheit des Morgens. Wir brachten uns mit starkem Kaffee wieder ins Leben zurück und ich merkte, ich bedurfte einer Renovierung meines Erscheinungsbildes. Es war Zeit, in mein wenig liebgewordenes Hotel zurückzukehren. Yves bedauerte dies zwar, war aber vernünftig genug, mich nicht selbst fahren zu wollen, und bestellte ein Taxi.

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