„Oh, netter Duft. Ist der neu?“
Sie trug einen Seidenkimono. Auf seinen fragenden Blick antwortete sie:
„Du, ich nehme auf der Terrasse ein Sonnenbad. Wenn Du fertig bist, trinken wir da einen schönen Eistee.“
Sie leckte sich die Lippen ihres süßen Schmollmundes, während sie ihm den Fortgang des späten Nachmittags schilderte.
„Der tropfende Hahn sitzt am Badezimmerwaschbecken, … weißt ja, wo da ist.“
Und schon rauscht sie ab, ihm einen guten Blick auf ihren wackelnden Hintern bietend, der von dem kurzen Kimono nur sehr unzulänglich vor Blicken geschützt war.
Svens Erfolgsprognose, dass hier was gehen könnte, steigt schlagartig von 30 % auf 50 %.
Die Kleinreparatur war schnell ausgeführt. Routiniert baut er eine neue Dichtung ein. Er will das Badezimmer schon verlassen, da fällt sein Blick auf den Wäschekorb. Ob er mal einen Blick auf ihre Unterwäsche werfen soll?
Natürlich kann er dieser Versuchung nicht standhalten. Neben einigen Hemdchen und einem BH, alles sehr reizend anzusehen, liegen auch zwei Höschen im Korb. Eines hatte ziemlich deutliche Anhaftungen an der entscheidenden Stelle. Er ist sicher, dass sie – aus welchem Anlass auch immer – „ausgelaufen“ ist. War sie ein böses Mädchen gewesen und hatte „Hand an sich gelegt“? Er konnte sich nicht beherrschen, er musste einfach! Er musste eine Nase nehmen! Tief sog er den unnachahmlichen Geruch, diesen Duftcocktail aus Parfüm und Frau ein, der sich ihm hier bot. So also duftete seine Schwägerin. Würde er zum Schuss kommen?
Geilheit, Jagdeifer und Zuversicht stiegen. Neue Prognose: 60 %.
Als er um die Ecke zur Terrasse biegt, fällt sein erster Blick auf den achtlos am Boden liegenden Kimono. Seine Schwägerin liegt nackt wie Gott sie geschaffen hat auf dem Liegestuhl in der Sonne. 70 %!
Avaritia
„Sieben“
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Avaritia
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Beser als Kinopolis
schreibt Lenni_D._Blixen