Avaritia

„Sieben“

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Avaritia

Avaritia

Svenja Ansbach

„Oh, netter Duft. Ist der neu?“
Sie trug einen Seidenkimono. Auf seinen fragenden Blick antwortete sie:
„Du, ich nehme auf der Terrasse ein Sonnenbad. Wenn Du fertig bist, trinken wir da einen schönen Eistee.“
Sie leckte sich die Lippen ihres süßen Schmollmundes, während sie ihm den Fortgang des späten Nachmittags schilderte.
„Der tropfende Hahn sitzt am Badezimmerwaschbecken, … weißt ja, wo da ist.“
Und schon rauscht sie ab, ihm einen guten Blick auf ihren wackelnden Hintern bietend, der von dem kurzen Kimono nur sehr unzulänglich vor Blicken geschützt war.
Svens Erfolgsprognose, dass hier was gehen könnte, steigt schlagartig von 30 % auf 50 %.
Die Kleinreparatur war schnell ausgeführt. Routiniert baut er eine neue Dichtung ein. Er will das Badezimmer schon verlassen, da fällt sein Blick auf den Wäschekorb. Ob er mal einen Blick auf ihre Unterwäsche werfen soll?
Natürlich kann er dieser Versuchung nicht standhalten. Neben einigen Hemdchen und einem BH, alles sehr reizend anzusehen, liegen auch zwei Höschen im Korb. Eines hatte ziemlich deutliche Anhaftungen an der entscheidenden Stelle. Er ist sicher, dass sie – aus welchem Anlass auch immer – „ausgelaufen“ ist. War sie ein böses Mädchen gewesen und hatte „Hand an sich gelegt“? Er konnte sich nicht beherrschen, er musste einfach! Er musste eine Nase nehmen! Tief sog er den unnachahmlichen Geruch, diesen Duftcocktail aus Parfüm und Frau ein, der sich ihm hier bot. So also duftete seine Schwägerin. Würde er zum Schuss kommen?
Geilheit, Jagdeifer und Zuversicht stiegen. Neue Prognose: 60 %.
Als er um die Ecke zur Terrasse biegt, fällt sein erster Blick auf den achtlos am Boden liegenden Kimono. Seine Schwägerin liegt nackt wie Gott sie geschaffen hat auf dem Liegestuhl in der Sonne. 70 %!

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Öfter als man denkt?

schreibt AnMa

Mich würde interessieren, wie oft es passiert, dass der Bruder mit der Schwägerin fremdgeht. Wahrscheinlich öfter als man denkt. Für mich wäre es ein No-Go, aber die Autorin beschreibt es in der Geschichte so, als ob es quasi unausweichlich wäre. Mir gefällt, wie die wachsende Spannung geschildert wird. Zwischen beiden baut sich etwas auf, es knistert förmlich. Und er it sich zunehmend sicher, dass er sie flachlegen wird. Bei all den Signalen, kein Wunder. Interessant wäre es zu erfahren, wie beide wieder von ihrem Trip herunterkommen. Aber ich glaube das schleift sich wie im Leben halt immer von selbst ab. Wobei das Plateau, auf das sie sich zunächst begeben, sicher höher gelegen ist, als das, was man erklimmt, wenn man jemand ganz 'normal' kennenlernt. Gerade das Verbotene, das Sündhafte bringt den zusätzlichen Kick. Für mich wäre es allerdings kein Thema. Für mich sind Frauen von Verwandten und Freunden absolutes Tabu. Trotzdem gefällt mir die Geschichte sehr gut!

Beser als Kinopolis

schreibt Lenni_D._Blixen

Hallo Svenja, danke für Dein neuerliches Ticket für die nächste Kopf-Kino-Session! Ja, darüber denke ich auch des Öfteren nach, dass vermutlich 70% der Männer UND Frauen untervögelt sind, wie Du es treffend beschreibst. Wie viele davon wohl nachts in ihren Betten liegen und es sich in aller Stille machen, statt es miteinander zu treiben? Ob die Datenleitungen wohl mehr bei Männern als bei Frauen heißlaufen beim Betrachten einschlägiger Filme? Mein neuester Zyklus, „Die frühen Jahre - Dancing Queen“, thematisiert die ersten Erfahrungen eines 17-Jährigen auf dem Schlachtfeld der Liebe. Bevorzugtes Beuteschema: Frauen, die es brauchen ;-) Ist es normal, dass die Lust, zumindest die aufeinander, verschwindet, wie das Indigo aus der Jeans?  Fragen über Fragen. Jedenfalls ist dieses Portal eine willkommene Abwechslung und Inspiration zum Thema Nr.1. Toll, dass sich so viele Autoren hier austoben und die Facetten der Lust beschreiben. Freue mich, wie es bei Jenni und Sven in den nächsten drei Monaten weitergeht! Gruß, Lenni

Gedichte auf den Leib geschrieben