Babarians Ende

Nach dem großen Sterben – Teil 13

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Babarians Ende

Babarians Ende

Reinhard Baer

Dann verschwand ich nach hinten unter die Plane und der schwere Wagen rollte wieder an. Ich hatte mir unter der Plane ein Lager gebaut, auf dem ich bequem auf dem Bauch liegend unter dem Sichtschutz hindurch nach hinten vom Wagen schießen konnte.

In Altus parkte der Kutscher den Wagen in einer Nebenstraße gegenüber dem Stadtpark. Er stellte sich mit dem Heck Richtung Hauptquartier des örtlichen Outlawführers und gab einem Mann Geld dafür, die ganze Nacht auf die Ladung aufzupassen und ging in einer Herberge schlafen. Ich musste auf dem Wagen übernachten, in völliger Geräuschlosigkeit und relativ bewegungsarm. Aber das hatte ich gelernt in meiner Spezialausbildung bei den Marines. Auf Essen hatte ich schon am Vortag verzichtet, um nicht kacken zu müssen, das Trinken wurde auf ein Minimum reduziert und gepinkelt in die besagte Dose. Das Schlafen versagte ich mir, denn es war nicht auszuschließen dass ich geschnarcht hätte.
Nach einer ereignislosen Nacht nahm morgens der Kutscher wieder auf dem Bock Platz und wartete. Ich brachte mein Spezial-Gewehr mit aufgepflanztem Schalldämpfer und Zielfernrohr in die richtige Position. Als nächstes ermittelte ich mittels der Präzision-Optik die Entfernung zum Objekt. 850 Meter! Das dürfte kein Problem werden, auf diese Entfernung hatte ich schon so manchen Gegner ausgeknipst.
Mit den Helfern aus Hollis und Frederik war verabredet, dass sie bis 9.00 Uhr in der Stadt wären, jeweils etwa ein Block vom Geschehen entfernt.

Ab 9.00 Uhr wartete ich also aufmerksam auf das Objekt meiner Begierde. Dann sah ich ihn! Denn er kam tatsächlich bald auf den Balkon. Zweifellos handelte es sich um ‚The Babarian‘, sehr klein, sehr kompakt und grottenhässlich. Er glich mehr einer Bulldogge als einem Menschen, so fand ich zumindest. Aber über so etwas nachzudenken, dafür war jetzt keine Zeit. Jetzt lief meine Tötungsroutine ab.

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