Bademeister Jensen

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Bademeister Jensen

Bademeister Jensen

Andreas

Ich fühlte mich verrucht, wie ein grandioses Luderchen. Da stolzierte ich neben diesem sonnengebräunten Bademeister, wobei meine blanken Popobäckchen hin und her schaukelten. Manche der älteren Stammgäste schenkten mir empörte Blicke. Ich sah in den Augen dieser über 70-jährigen, was sie dachten. Manch einer der alten Damen und Herren hätte mich am liebsten übers Knie befördert, um mir gründlich den Hintern auszuhauen. Ich hatte mir über so eine altmodische Bestrafung nie Gedanken gemacht. Meine Eltern waren sehr modern und vertraten eine liberale Auffassung, was meine Erziehung betraf. Mein Vater demonstrierte als junger Mann gegen Atomkraftwerke, wobei er meine Mutter kennenlernte. Sie vertraten die Ansicht, dass ihre Tochter gleichberechtigt sei, wodurch meinem Popo niemals ernsthaft Gefahr drohte. Nun stand ich im Büro dieses coolen Bademeisters, wo ich mir Dinge anhörte, die einem jungen Mädchen total den Kopf verdrehten. Peter Jensen fixierte mich, während er sich auf seine Massage-Liege setzte. Er meinte:
„Wie heißt du übrigens? Ich bin der Peter!“ Ich grinste, weil wir uns echt noch nicht vorgestellt hatten. „Lena-Marie, aber du kannst gern Leni zu mir sagen…“ Peter zwinkerte mir aufmunternd zu.

„Ich glaube, dass du ein freches Mädchen bist, Leni! Du darfst mir doch nicht einfach den Po zeigen…“ Meine junge Spalte kribbelte, als er diesen Trigger betätigte. Jensen hatte es voll drauf!
Manch ein Leser wird es grenzwertig finden, was sich an diesem Tag in der Therme ereignete. Ich war 18 und der Bademeister Mitte 30. Der muskelbepackte Schönling hatte unkorrekte Dinge im Sinn, die man(n) sich heutzutage nicht mehr erlauben könnte. Ja klar, der Peter wollte mir den Po versohlen!
Ich war aber auch nicht so naiv, wie es vielleicht aussieht. Ich sagte es ja, mein Fötzchen juckte arg…

„Oh, du wirst mich doch nicht auf den Popo hauen?!

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