Wenn Roano ehrlich war, begehrte er vor allem Myriam. Sie war eine typische MILF, eine «mother I like to fuck». Wie sie es sich wohl machte? Es konnte doch nicht sein, dass eine Frau, nach dem obligaten «Witwenjahr», sexuell enthaltsam blieb? Dass Myriam nur noch für ihre Bäckerei und ihre Töchter lebte? Sie war doch ein Lustwesen, ein Mensch, der begehrte, nahm und gab? Roano würde sie nehmen. Und sie würde geben. So viel war für ihn klar. Entschlossen nahm er einen grossen Schluck Kaffee zu sich und verfolgte mit seinen Blicken Myriam, die sich an einem der Regale zu schaffen machte. Wo waren wohl ihre Töchter? Da wurde es ihm klar: Weil die Bäckerei bis um Mitternacht aufhatte, waren sie möglicherweise auf freiem Fuss, bis sie dann, vielleicht so gegen 20:00 Uhr, ihre Arbeit wieder aufnahmen. Myriam hatte viel Herz und würde ihre geliebten Shoane und Hazel wohl kaum bis um 24:00 Uhr durcharbeiten lassen.
Das war seine Gelegenheit. Das Strässchen vor der Bäckerei war leer, wie er mit einem Blick aus dem Schaufenster feststellte. Er zwang sich, ruhig zu atmen. «Möchten Sie… unsere Backstube sehen»? fragte Myriam etwas unsicher. Einen Tick zu schnell sagte Roano zu und erhob sich. Myriam trat einen Schritt zurück und reichte ihm die Hand. Die Bäckerinnenhand. Die Hand einer Magierin. Myriam lief rot an, denn Roano war nicht ohne Wirkung auf sie. In der Tat hatte sie seit dem Unfalltod ihres Josef keinen Männerkontakt mehr gehabt, in der Tat war sie ab und an, unter der Bettdecke, wenn die Töchter tief schliefen, an und mit sich zugange. Auch sie hatte ihre Projektionen. Männer wie Roano, ausgerechnet. Ihr unverschämtester Gedanke, den sie niemals jemandem verraten hätte, bestand darin, dass sie sich in einem abgedunkelten Raum mit verschlossener Tür befand. Aus den vier Wänden um sie herum ragten… Schwänze. Geile, grosse, mittlere, aber auch kleine, beschnittene und unbeschnittene männliche Glieder. Dieser Gedanke führte bei Myriam zu einem intensiven Kribbeln im Bauch. Und was machte sie mit diesen Schwänzen? Sie befriedigte sie mit dem Mund. Alle. Es war diese konzentrierte Geilheit, das dumpfe Stöhnen, das sie durch die dünnen Wände hindurch vernahm, das sie zuverlässig zum Orgasmus brachte. Viel brauchte Myriam dazu nicht. Sie gehörte zu den Frauen, die dadurch erregt wurden, dass sie ihre Clit nie direkt berührten, sondern sie, streichelnd, umgingen. Dieser «beinahe»-Touch brachte sie um den Verstand. Leider hatten das all die Männer, die sie vor Josef gehabt hatte, nie verstanden. Er hingegen… war ein wahrer Vulva-Versteher gewesen, hatte darauf geachtet, sie «da unten» genauso zu berühren, wie sie es brauchte.
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