Der Ball

Geschichten vom Anfang der Sinnlichkeit

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Der Ball

Der Ball

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Das Blut kochte in seinen Adern, unermessliche Kraft pulsierte bis in seine Stirn, einhergehend mit weichen Knien. Um ihre Mundwinkel spielte ein unruhiges Lächeln, ihre geröteten Wangen und das tiefe Heben und Senken ihrer Brust verrieten ihre Erregung. Es war kein Kräftemessen, ihre Blicke waren nur Ausdruck und Wegbereiter tiefen Verlangens. Die unendliche Zeitlosigkeit des Moments gebar sich nicht aus einem Hadern und Ringen um eine Entscheidung und als sie nach einer schieren Ewigkeit sagte: Komm, doch war dies kein Befehl, nur eine Bekräftigung dessen, woraus es ohnehin kein Zurück mehr gab.

Beide atmeten sie schwer, als sie den relativ großzügigen Raum betraten. Er verriegelte die Tür hinter sich und gebannt sahen sie sich in die Augen. Ein lautloses Lachen machte der ernsten Anspannung des vorangegangen stummen Verhandelns auf ihrem Gesicht Platz. Unter mühsam leise gehaltenem Keuchen raffte sie in freudiger Erregung ihr Abendkleid, hedderte sich aus ihrem Slip und setzte sich mit weit geöffneten Schenkeln. Noch war sie zu angespannt, ihren Blick fest in den seinen verankert, suchend in ihm nach seinem Erleben, seiner Erregung, hoffend auf seine Bejahung, seine Freude an ihrer Freude, sich zu offenbaren, sich ihm zu zeigen, sehnsüchtig, ihm als vollendetes Glücksgefühl anbetungswürdig zu sein.

In einem lustvollen Prozess begann sich ihre Verkrampfung zu lösen und Erleichterung kam über sie, er wusste gar nicht , wohin er sehen sollte, in ihre tiefen, alles preisgebenden Augen, auf ihren Lust, Erregung, Genuß verratenden Mund, zwischen ihre nackten, intimste Einblicke gewährenden Lippen, dem der güldene Saft des Weibes so kräftig entsprudelte.

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