Baltimore und nordostwärts

Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft

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Baltimore und nordostwärts

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Reinhard Baer

Wer etwas benötigte, konnte es sich in staatlichen Depots zu günstigen Preisen kaufen. Man wollte damit das sinnlose Zerstören von Fenstern und Türen beim Plündern stoppen. Ich hatte ja noch einiges an New$, auch wenn ich das meiste unseres Geldes bei Linda gelassen hatte, und so suchten wir uns ein schickes Bett in einem dieser Depots aus. Außerdem ein paar andere Gegenstände für die Möblierung. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass ein ordentliches Bett eine gute Investition sein könnte.

Für zwei New$ extra lieferten sie uns an den Zug, denn unsere Kampf-Buggies waren für Transporte nicht wirklich geeignet.

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Am nächsten Morgen, der neue Wagen war in die Zugfolge eingegliedert, fuhren wir noch ein Stück nach Norden, näher an die Außengrenze des winzigen Teils des nordamerikanischen Kontinents, der sich vollmundig ‚New USA‘ nannte. Bis Trenton war es sicher. Auf dem dortigen Güterbahnhof wurde der Wohnteil abgestellt. Zur Not hätte er sich auch verteidigen können. Die beiden Lokführer, der Zugtechniker und ein paar der Mütter waren an der MK 242 ausgebildet. Und Handwaffen hatte sowieso jeder zur Hand. Morgen würden sich die Wege trennen. Die Zivilisten, 5 Männer, 10 Frauen und 19 Kinder und Jugendliche, blieben in Trenton, der vordere Zugteil mit 18 Männern, mich eingerechnet, Kris und drei weiteren Frauen würden mit den Regierungskräften in den Staat New York vorrücken.

Es würde eine zeitaufwendige Operation werden, denn bis Rhode Island waren es 245 Meilen. Die Regierungskräfte in Pick-ups hatten vier Tage bis zur Grenze von Connecticut und Rhode Island eingeplant. Mit dem Zug würden wir versuchen, bis New London vorzustoßen, um dort auf ein Industriegleis Richtung Eastern Point Beach abzubiegen. Dort sollte später auch der Aufnahmepunkt sein, wenn wir von unserer Mission zurück wären.

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