Ja, meine Freunde, dann war es so weit. Fast wie es vorausberechnet wurde, erreichten wir Baltimore und hielten auf dem Güter- und Rangierbahnhof, gut verborgen zwischen unzähligen anderen abgestellten Güter- und Personenwagen.
Terry war mit meinem Vorschlag, mich als Händler auszugeben, einverstanden und genehmigte Kris tatsächlich, wie von ihr vermutet, mitzukommen. Der Zug würde sich noch so weit wie möglich im befriedeten Gebiet Richtung Grenze schieben, ohne dass es auffallen würde. Er würde dann geteilt und der Kampfteil würde mit der fortschreitenden Säuberung durch Regierungstruppen im südöstlichen Teil des Staates New York und dem ehemaligen Connecticut Richtung Rhode Island vorrücken. Connecticut war in eine Reihe kleinerer Gebiete zerfallen, die von Warlords beherrscht wurden. Der größte und mächtigste residierte in Hartford und nannte sein Gebiet etwas vollmundig das ‚Hartford Empire‘. Aber mit dem würden wir voraussichtlich nichts zu tun haben. Das war ein Fall für die Regierungstruppen. Wir nutzen eine Bahnlinie, die im Prinzip parallel zum Atlantik verlief und auf der der Zug sich relativ freizügig bewegen konnte. Dort würden wir den Zug immer finden.
Wir wollten gerade gehen, da fragte Terry noch: „Rick, wo willst du eigentlich wohnen?“
Ich verstand nicht.
„Na, du musst doch aus dem Gästeabteil wieder ausziehen. Das sind unsere Behelfsquartiere, wenn wir in den Kampf gehen bzw. die Lazaretterweiterung im allerschlimmsten Fall.“
„Welche Optionen habe ich dann?“
„Ist doch ganz einfach, entweder in einem der Wagen für ledige Männer oder …“, er grinste uns vielsagend an, „oder ihr sucht euch nachher aus der großen Zahl von verlassenen Waggons auf dem Rangierbahnhof einen passenden raus, den wir für euch ausbauen.
Baltimore und nordostwärts
Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft
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Baltimore und nordostwärts
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