Ich zum Beispiel fühlte mich keineswegs als Frau, wenn ich vor dem Spiegel stand. Da blickte mir eher eine Barbie entgegen, mit langen, langen Beinen, hervortretenden Hüftknochen und zwei kecken Knöspchen, die sich eines Tages zu richtigen Brüsten entwickeln sollten – so hoffte ich zumindest, wurde aber eines Besseren belehrt. Um wie viel runder, weicher, molliger und weiblicher musste da Barbara ausschauen!
Lüften wir doch das Geheimnis gemeinsam. Ich schenk Dir einen Invisibility Cloak, wie Harry Potter einen besitzt, und somit kannst Du Dich unsichtbar machen. In diesem Augenblick schleicht Barbara sich in ihrem hellblauen Nachthemd in die Küche. Die kalten Steinfliesen lassen sie schaudern. Leise öffnet sie den Kühlschrank – ihre Mutter darf auf keinen Fall was merken. Auf dem untersten Regal, zwischen Blumenkohl und Broccoli, liegt eine lange, schwere Gurke. Barbara wiegt sie prüfend, und ein Lächeln huscht über ihr Gesicht. Wenn bloss ihre Klassenkameraden wüssten… Sie schmiert das eine Ende mit Butter voll und huscht in ihr Zimmer. Los, ihr nach! Nimm die Taschenlampe und mach es Dir am Fussende ihres Betts gemütlich. Löse vorsichtig das Leintuch. Vorsichtig, hörst Du? So, und jetzt hebst Du die Decke etwas an.
Die Ahnungslose klettert in ihr Bett und beginnt sich kurz darauf zu streicheln. Beleuchte ruhig ihre Muschi; Barbara bekommt das nicht mit. Dein Tarnanzug ist perfekt. Siehst Du, wie zärtlich sie sich streichelt? Sie berührt nur die Spitzen ihrer Schamhaare; das reicht, um sie erschaudern zu lassen. Mit Zeig- und Mittelfinger der rechten Hand kitzelt sie sich eine ganze Weile. Hörst Du ihr leises Stöhnen? Sie denkt an Roland, der seit diesem Semester direkt hinter ihr sitzt. Wie gerne hätte sie ihn einmal, bloss einmal, liebkost, auf einer Waldlichtung. Wie gerne, wie sehnlich gerne hätte sie sich von ihm küssen lassen!
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