Befreiung

Nach dem großen Sterben – Teil 23

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Reinhard Baer

Jill, Marten und ich waren vorausgeritten auf letzte Erkundungen. Die Pferde waren auch unsere Mobilitätsreserve falls mal etwas schnell gehen musste. Henry folgte mit dem Army-Laster und den beiden Pickups und allen Männern. Damit man in Cerespoly nicht vom Lärm der Motoren gewarnt würde, hatten wir eine Stelle ausgewählt bis zu der sie fahren sollten. Dort würden zwei Mann als Wachen zurückgelassen, der Rest musste die letzte Meile nach Cerespoly laufen.
Unser kleines Vorauskommando lag schon in Sichtweite der Siedlung am Waldrand in Deckung und wartete. In etwa 45 Minuten sollten die Männer hier sein und dann sollte unser sorgfältig ausgeklügelter Plan hoffentlich präzise ablaufen. Vorher sollten Marten und Jill die Siedlung noch einmal großflächig umgehen und die Seitentüren darauf inspizieren, dass dort alles ruhig wäre. Beide waren etwa eine viertel Stunde weg als ich Schüsse hörte. Ich konnte nicht erkennen ob die Schüsse vielleicht Jill oder aber Marten gegolten hatten. Ein ganzes Magazin war verschossen worden, dann Stille. Ich befürchtete das schlimmste, wusste aber auch, dass ich im Moment nicht helfen konnte. Ich wäre sowieso zu spät gekommen. Ich musste auf die Verstärkung warten.
Es knackte im Unterholz. Marten heftig atmend zurückgelaufen. Er hatte die Schüsse auch gehört, wusste aber auch nicht mehr als ich. Jill kam nicht zurück, ach Jill …

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Gerade in dem Moment als Henry mit den Männern eintraf, geschah auch in Cerespoly etwas. Neben den beiden Wachgängern auf dem Turm tauchten drei weitere Personen auf, die mittlere hing verkrümmt zwischen den beiden anderen. Ich schaute durch die Optik meines Gewehres. Es schnürte mir die Kehle zu! Jill! Nicht nur, dass sie Jill hatten, sie schien auch bewusstlos zu sein und hatte ein völlig zerschlagenes Gesicht. Sie mussten sie übel misshandelt haben, vermutlich um etwas aus ihr rauszubekommen.

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