Beichte

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Beichte

Beichte

Johannes Seilmann

Meine Kundin hatte geklingelt. Ich haderte immer noch mit dem Wort Kundin. Frauen hatten es da einfacher, sie konnten von Freiern sprechen. Aber egal, jetzt kam es darauf an, meine Rolle zu erfüllen. Und da es für einen guten Zweck war, konzentrierte ich mich.
Sie betrat den Raum. Der Kopf war gesenkt und dennoch sah sie mich an.
„Guten Morgen! Kommen sie herein, nehmen sie Platz.“
„Guten Morgen, Herr Pfarrer!“
„Was kann ich für sie tun? Frau …?“
„Bitte nennen sie mich Karin.“
„Gut. Karin, was führt sie zu mir?“
„Ich weiß nicht recht, wie ich anfangen soll. Ich möchte beichten, Herr Pfarrer. Aber es ist schon so lange her. Ich weiß nicht mehr, was ich sagen muss.“
„Nun, das ist nicht so schwer. Ich werde ihnen Fragen stellen, die sie mir beantworten. Das wird am leichtesten sein.“
Ich kannte ihre Wünsche und Vorlieben aus den vorbereitenden Mails, die wir uns geschrieben hatten, nachdem sie mit mir Kontakt aufgenommen hatte. Nicht alles davon verstand ich, aber es ist ja vieles Geschmacksache.
Nun hängte ich mir bereitgelegte Stola um den Priesterkragen. Dann setzte ich mich in Positur und begann.
„Karin, wann war ihre letzte Beichte?“
„Das weiß ich nicht mehr, es ist sicher Jahre her.“
„Aber jetzt möchten sie die Beichte ablegen? Sie bekennen, dass sie gesündigt haben und bereuen, was sie getan haben?“
„Ja, Herr Pfarrer, das möchte ich.“
„Nun, wie haben sie gesündigt?“
Ihr Blick ging zu Boden.
„Ich war unzüchtig. So sagt man doch, oder?“
„Wie sie es nennen, spielt keine Rolle. Was haben sie getan?“
„Ich habe einen Mann wollüstig angesehen.“
„Nur angesehen?“
„Zunächst ja.“
„Und dann?“
„Dann bin ich nach Hause gekommen und habe mir selbst Erleichterung verschafft.“
„ Was genau haben sie getan?“
„Naja, ich habe mich selbst befriedigt.“
„Karin, wenn sie beichten möchten und Buße tun, dann müssen sie mir genau erzählen, was sie getan haben. Lassen sie nichts weg.“
„Alles?“
Sie sah mich bittend an.
„Ja, sie müssen mir alles erzählen. Sonst kann ich ihre Reumütigkeit nicht erkennen und kann ihnen keine angemessene Buße aufgeben. Also?“
„Also ich hatte diesen Mann in der U-Bahn gesehen. Er sah mich an und ich fand ihn attraktiv. Er lächelte mich an und beim Aussteigen hat er mich kurz berührt. Als ich dann nach Hause kam, habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn er mitgekommen wäre.“
„Was haben sie dann getan, Karin?“
„Ich habe geduscht. Und mich danach auf mein Bett gelegt.“
„Haben sie nur geduscht?“
„Muss ich das alles erzählen, Herr Pfarrer?“
„Das sagte ich schon. Alles. Jede Einzelheit, damit ich mir ein Bild von ihrer Sünde machen kann.“
„Ich, ich habe das Wasser an mir herunter laufen lassen. Und beim Einseifen habe ich …“
„Ja?“
„Herr Pfarrer, das ist mir so peinlich.“
„Die Beichte soll unangenehm sein, sonst verfehlt sie ihre Wirkung, Karin. Also?“
„Ich habe ausgiebig meine Scheide gewaschen. Also, eingeseift und dann sanft gerieben. Dann immer stärker.“
„Gut, weiter.“
„Nach dem Abtrocknen habe ich mich dann nackt aufs Bett gelegt. Ich war feucht, sie wissen schon.“
„Nein, ich weiß nicht.“
„Naja, ich habe die Beine breit gemacht und mir vorgestellt, er wäre da und würde sich über mich legen. Dann habe ich mir Finger reingesteckt und mir vorgestellt, er wäre es.“
„Sie waren feucht, sagen sie?“
„Ja, vom Duschen und dem Reiben.“
„Karin, sie werden mir das zeigen müssen. So kommen wir nicht weiter.“
„Hier?“
Sie sah mich erschreckt an.
„Ja, hier. Dort drüben steht eine Liege. Legen sie sich dort hin. Und machen sie es genauso, wie es war.“
Sie sah sich um. Bisher hatte sie wohl nur die Kerzen wahrgenommen. An einer Seite des Raumes stand ein Tisch mit zwei Stühlen, auf denen wir bis jetzt gesessen hatten. An der anderen Seite hing ein Kruzifix an der Wand, darunter stand eine Kniebank, die mit Leder gepolstert war. An der dritten Wand war das Fenster mit einer Gardine verhängt, die Licht durchließ, aber den Blick nach draußen (und nach drinnen) versperrte. Und an der vierten Wand des Zimmers stand ein Sofa, das zur Liege ausgezogen worden war. Zu dieser Liege ging sie jetzt zögerlich hinüber.
„Muss ich mich ausziehen?“
„Natürlich. Ich sagte doch, machen sie es genauso, wie es war.“
Sie zog sich aus. Ihre Kleidung ließ sie einfach fallen. Dann stand sie nackt vor mir. Eine attraktive Frau, die mich mit einer interessanten Mischung aus Demut und Herausforderung ansah. Sie legte sich auf den Rücken, spreizte die Beine und gewährte mir so einen freien Blick auf ihre Lustspalte, die schon feucht glänzte. Langsam schob sie die Hand zwischen die Beine. Mit einem Finger teilte sie die Schamlippen und ließ den Mittelfinger hineingleiten. Mit der anderen Hand rieb sie die Klitoris, dann folgte ein zweiter Finger und schließlich stieß sie sich selbst mit drei Fingern, während sie mit der anderen Hand heftig die Klit rieb. Sie stöhnte.
„Herr Pfarrer, das ist so peinlich. Aber es ist…“ Ihre Stimme änderte sich.
„Ja? Wie ist es?“
„Ich bin so geil, Herr Pfarrer.“
„Sie genießen es also?“
„Ja! Ich will, dass sie mir zusehen! Zeigen sie mir, dass sie ein Mann sind, Herr Pfarrer!“
Das war mein Signal. Langsam öffnete ich meine Hose. Ich musste mich nicht bemühen, mein Schwanz stand hervor. Ich hatte sie beobachtet, wie sie es sich machte. In meiner Vorstellung hatte ich eben schon auf ihr gelegen und sie gefickt. Doch das war nicht unsere Verabredung.
Sie fingerte sich weiter, wand sich unter ihren eigenen Händen und stöhnte lauter. Ich nahm meinen Schwanz in die Hand und begann ihn langsam zu reiben.
Sie sah genau hin. Je mehr ich wichste, desto heftiger fingerte sie sich. Sie hielt den Blick fest auf meinen Schwanz gerichtet. Dabei passte sie ihre Bewegungen meinem Tempo und meiner Intensität an.
„Oh Gott, ich komme gleich. Jaa, jaaa. Jaaaa!“ Laut schrie sie ihren Orgasmus heraus.
Ich hielt inne, sah sie an, während sie sich entspannte und die Beine auf die Liege sinken ließ.
„Karin, das war wirklich eine schwere Sünde.“
Ich bemühte mich um eine sachliche Stimme.
„Sie werden dafür Buße tun müssen.“
„Ja, Herr Pfarrer. Lassen sie mich büßen für meine Sünde.“
„Sie werden eine spezielle Arte von Weihwasser benötigen, um von diesem bösen Tun befreit zu werden. Knien sie sich auf die Kniebank.“
Gehorsam trat sie vor die Kniebank. Sie ging auf die Knie, nackt wie sie war. Ich trat mit meinem Ständer in der Hand vor sie.
„Herr Pfarrer, haben sie keine Nachsicht mit mir. Ich bin zur Buße bereit.“
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich nahm meinen Schwanz in die Hand und schob ihn ihr in den geöffneten Mund. Und dann blies sie ihn nach allen Regeln der Kunst. Nahm ihn zwischen Gaumen und Zunge und fuhr mit dem Kopf vor und zurück. Zwischendurch nahm sie immer wieder die Hand zu Hilfe. Ich spürte, dass ich nicht mehr lange brauchte. Dann hielt ich mich nicht mehr zurück. Ich nahm ihren Kopf und fuhr mit meinem Schwanz ein und aus. Schließlich kam ich und spritzte ihr meine Ladung in den Mund.
„Du bist von Deinen Sünden befreit. Bereue sie.“
Damit war meine Rolle erfüllt.
Ich hängte die Stola über einen der Stühle, schloss meine Hose. Sie kleidete sich an. Aus ihrer Handtasche nahm sie einen Umschlag, den sie mir gab.
„Wie immer, ja?“
„Ja, genau. Ich hoffe, es hat dir gefallen.“
„Ja, sehr. Du bist wirklich sehr überzeugend.“
„Vielen Dank!“
Damit verabschiedete sie sich. Ich löschte die Kerzen und zog mich um. Den Priesterkragen tauschte ich noch gegen ein legeres Hemd, dann schloss ich ab und nahm die U-Bahn nach Hause.
Ich werde selbst mal beichten müssen, dachte ich, als ich die Tür zum Pfarrhaus aufschloss. Den Umschlag legte ich zur Kollekte vom letzten Sonntag. Das Geld für die neue Orgel würden wir bald zusammen haben.

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