„Du holst dir eine Geliebte ins Haus und setzt sie Ma vor? Spinnst du?“, fauchte Maria mich aggressiv an.
„Nein, macht er nicht. Ja sie ist seine Geliebte. Doch eigentlich trifft es das nicht. Sandra ist viel mehr, eher eine feste Partnerin und es geschieht in völligem Einvernehmen mit mir.“
Erneute Stille. Alle hielten den Atem an. Dann schnappte Maria nach Luft.
„Ihr habt nen Knall! Ihr seid doch nicht mehr zurechnungsfähig!“, stieß sie aus und sprang hoch.
Nervös lief sie im Zimmer auf und ab, dabei unverständliche Worte vor sich hin brabbelnd.
„Und du? Schläfst du jetzt im Gästezimmer, während er“, dass `er´ konnte abfälliger nicht klingen, „er es mit ihr in eurem Bett treibt?“
„Nein mach ich nicht. Ich bin bei ihnen, weil sie auch meine Geliebte, meine Partnerin ist“, stellte Rosi klar.
Das war zu viel. Maria krampfte sich an der Sofalehne fest und versuchte kreidebleich Luft zu bekommen. Steffen, ihr Mann, brachte gar keinen Ton raus. Seine Augen huschten nur verständnislos von einem zum anderen.
„Seid ihr irgendwann gegen nen Schrubber gerannt?“, stieß Maria schließlich lautstark aus und stürmte aus dem Zimmer.
Steffen atmete tief durch und brachte endlich auch etwas heraus:
„Entschuldigt, aber das ist schon harter Tobak. Das soll also heißen, ihr werdet mit ihr zusammenleben?“
„Ja, wir drei möchten eine feste, gleichberechtigte Partnerschaft und sie auch nicht verheimlichen“, antwortete ich, damit nicht Rosi allein der Buhmann war.
„Seid ihr auf ‘nem Sextrip, oder so was?“, brachte er es auf den Punkt.
Ich lachte gezwungen auf und wollte es schon bestätigen, als mir Rosi die Hand auf den Arm legte und die Antwort übernahm.
„Ja, Sex spielt eine Rolle, aber das ist es nicht allein. Sandra bringt Schwung in unser Leben. Sie bringt uns dazu, neue Gedanken zuzulassen. Wir waren so eingefahren in unser biederes Leben, dass ein Tag wie der andere dahinschlich.
Beichten
Je oller umso doller - Teil 44
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