Obwohl er kein Wort griechisch konnte, wurde er vom Wirt zur Seite gewinkt. Er offerierte ihm als Absacker einen Ouzo, Ayleen bekam eine Beeren-Nachspeise offeriert. Griechinnen und Griechen sind und bleiben die gastfreundlichsten Menschen, die die Welt je gesehen hat, trotz ökonomischer und mittlerweile auch ökologischer Widerwärtigkeiten. Dann, auf dem Nachhauseweg, auf dem Weg zurück ins 5-Stern-Hotelzimmer, entdeckte Ayleen in einer kleinen Seitenstrasse das Fotostudio. Im staubigen Schaufenster wurden Fotos von Paaren präsentiert, von Menschen, die im Urlaub die Lust überkam, sich mal wieder richtig gut ins Bild zu setzen. In der linken unteren Ecke war auf einem Kartonschild das Wort «Boudoir» zu lesen, dem aber weder Ayleen noch Reto gross Beachtung schenkten. «Wollen wir…», sagten beide wie aus einem Mund. Die Lust am fotografiert werden. Das Paar war ausgesprochen fotogen, Reto mit seinem braunen Wuschelhaar, den grünen Augen und seinem muskulösen Körper, Ayleen mit ihren schwarzen Locken, ihrer beachtlichen Oberweite, die sie meist unter weiten Shirts und Pullis verbarg, und ihrem geilen Entenpopo.
Beide gaben sich die Hand, und beide Herzen schlugen schneller bei der Vorstellung, sich einem professionellen griechischen Fotografen zu präsentieren, vielleicht sogar bei einem gewagten Kuss. Liebe in der Öffentlichkeit. Dann, zurück im Hotel, duschten beide gemeinsam, Ayleen zerfloss unter Retos kräftigen Händen, der sie mit Dusch-Gel massierte. Was Ayleen betraf, hatte er den Lotto-Sechser gezogen. Er wusste, dass es da auch noch den einen oder anderen Mann gab, dessen Begehren seine Geliebte weckte, aber nun gehörte sie für eine ganze Woche ihm, ihm allein. Er war es, der sie küssen, ihre Brüste vor dem Einschlafen streicheln, an ihrem bewaldeten Fötzchen spielen durfte.
Beim Fotografen
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