Er war es, der ihre Stimme auf sich wirken lassen und an ihrem Haar riechen durfte. Alle anderen Männer blieben aussen vor. Ayleen, er hatte sie für sich ganz allein, und immer, wenn die beiden Sex hatten, stellte Reto sich seine Nebenbuhler vor, machtlos zusehend, wie er sein Schätzchen genussvoll, in allen denkbaren und undenkbaren Stellungen, vögelte.
Dann, als sie nebeneinander im Bett lagen, vertiefte sich das Paar in seine Smartphones. Ayleen war ein absoluter Insta-Addict, Reto spielte gegen sich selbst Roblox. Aber dann googelten beide, unabhängig voneinander, das Wort «Boudoir», das sie im Fotostudio-Schaufenster angesprungen hatte. Synchron schlugen beide Herzen schneller, denn «Boudoir» ist nicht mehr und nicht weniger als das Zusatzangebot ansässiger Fotografen, nebst klassischen Shootings eben auch «Erotik» anzubieten. Die KI, die Reto anschliessend befragte, gab ihm Bescheid, Erotik-Shootings von Touristenpaaren seinen in Griechenland beliebt und absolut für niemanden ein Problem, es sei denn, sie fänden draussen statt. Denn selbstverständlich bleibt es in Kreta untersagt, sich unter freiem Himmel, an den Stränden etwa, zu entblössen, ganz zu schweigen von kleinen, derben Schweinesexspielchen. Also «Boudoir» im intimen, diskreten Rahmen des Fotostudios. Retos Appetit war sofort angeregt, während Ayleen sich noch überlegte, wie es sein würde, sich vor einem fremden Fotografen auszuziehen, und was danach mit den Bildern geschehen würde… nicht mit den Abzügen, die sie kaufen würden, sondern mit den Kopien, die der Fotograf für sich anfertigen würde, denn Datenschutz war mittlerweile komplett inexistent, auch dann, wenn er allenthalben garantiert wurde. Vor dem Einschlafen stellte sie sich einen gut gewachsenen Griechen vor, mit sympathischem Lächeln, der sich bei seinen künftigen Wichsvorlagen bei ihren Nackfotos bedienen würde.
Beim Fotografen
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Beim Fotografen
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