Ayleen legte ihre rechte Hand an ihre Vulva, kuschelte sich an ihren Reto und schlief ein.
Am nächsten Morgen sassen sich beide wieder gegenüber, wieder an einem Fensterplatz, wieder verwöhnt mit Rührei, Speck, verschiedenen Brotsorten, Kaffee und Orangensaft. Dann machten sie sich auf den Weg zum Fotostudio. «We’re open», stand auf einem Schild, und das Herz von Ayleen tat einen Sprung. Der Mann am Tresen war wesentlich älter als das Paar, das den Laden betrat, aber der Fotograf, der sich als Tsiris vorstellte, war bildschön, mit edel geschnittenem Gesicht, eine Art Odysseus, mit gepflegten Händen, was Ayleen sofort auffiel, und mit offenem, wachem Blick. Sein Englisch war gebrochen, aber die drei konnten sich gut verständigen. Eine Stunde später war tatsächlich ein Termin frei, und das war wohl gut so, denn somit konnte sich das Paar gar nicht mehr umentscheiden. Ayleen und Reto suchten sich eine Bar, Ayleen verschwand auf der Toilette, um nochmals ihre Frisur zu überprüfen. Sie war zufrieden mit dem, was sie sah. Eine ihrer Eigenarten war es, das Haar meist so hochzustecken, dass sie aussah wie eine dieser christlichen Frauen, die einen Gebetskreis aufsuchen. Zugleich glühte in ihr ein geiles, süsses Teufelchen. Es war diese atemberaubende Kombination zwischen brav, züchtig, gut erzogen einerseits und horny bitch andererseits, die sie für Reto so unwiderstehlich machte. Wie die meisten Männer, machte sich Reto weniger Gedanken zu seinem Aussehen. Er war zufrieden mit sich und verbrachte am Morgen die Zeit vor dem Spiegel lediglich mit Zähneputzen, danach zwei Striche mit dem Kamm durch sein Wuschelhaar. Seine Schönheit war unzerstörbar, daran musste er keinen Gedanken verschwenden.
Eine Stunde später fanden sich die beiden im Fotostudio von Tsiris.
Beim Fotografen
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