Beim Lieblingsitaliener

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Beim Lieblingsitaliener

Beim Lieblingsitaliener

Alina Soleil

Wie zum Beispiel unser Spiel heute, an unserem Jahrestag, bei unserem Lieblingsitaliener.

Das Spiel heißt: wer zuerst kommt, der bezahlt die Rechnung. Und das geht so: jede von uns hat einen Minivibrator im Slip. Eins von den Dingern, die mit einem Magneten am Zwickel des Höschens befestigt werden, und die sich über eine Smartphone-App fernbedienen lassen. Ich steuere Anjas Toy und sie meins. Nach festen Regeln werden sie ein- oder ausgeschaltet. Und Schritt für Schritt stärker gestellt. Bis jemand die Beherrschung verliert und einen Orgasmus hat. Und zur Strafe dann die Rechnung zahlen muss. Natürlich ist der besondere Kick bei der Sache, dass niemand der zahlreichen Gäste um uns herum etwas von unserem frivolen Spiel etwas mitbekommen darf.

Ich lasse Anjas Hände los und krame mein Handy hervor. „Ready?“
Anja zieht ihres aus der Tasche, entsperrt den Bildschirm und sagt: „Ready when you are!“
„OK. Dann legen wir jetzt los. Drei, zwei, eins. Go!“ Wir drücken zeitgleich den roten Startknopf der Steuerungsapp und im selben Moment summt es auch schon in meinem Slip. An Anjas Gesichtsausdruck kann ich erkennen, dass ihr Toy ebenfalls angegangen ist.

Ich atme tief durch, greife schnell nach meinem Prosecco und nehme einen großen Schluck zur Beruhigung. Gute Güte, ist das irre! Allein schon die Vorstellung, wie wir hier sitzen und uns gegenseitig die Pussies verwöhnen, inmitten all der anderen Gäste. Verrückt. Wirklich verrückt.

Nach sechzig Sekunden piepst der Timer auf Anjas Handy und wir schalten die Toys wieder aus. Wie immer war die erste Runde nur zum Aufwärmen gedacht.
„Puh ... das ist ... echt heftig“, flüstert mir Anja zu.
„Aber so was von! Hast du wirklich mit Stufe eins angefangen?“
„Klar doch. Du bist es halt einfach nicht mehr gewohnt.“

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