Inzwischen war sie so geil, dass sie ihre eigenen Schenkel aneinander rieb.
Doch der inzwischen recht leise Teil ihrer Vernunft hielt ihr die eigene Situation vor Augen und ermahnte sie, vernünftig zu sein, solange sie den Ausgang nicht kannte.
„Nun, Julia, mit ihrem stolzen Gang, ihrer kühlen Art, krabbelt demütig zu mir ins Bett und verwöhnt mich stundenlang, bis ich befürchten muss, wahnsinnig zu werden…
Und deswegen war ich auch zwei Stunden in der Wanne und deswegen konnte ich meinem Mann auch kein Essen kochen, weil ich die Zeit ganz übersehen hatte.“
„Interessant.“
Sagte der Lautsprecher in seiner gewohnt distanzierten Art.
„Wir konnten keine Lüge bei Ihnen ausmachen. Dennoch ist das Ganze natürlich noch nicht wirklich ein Alibi.“
„Darf ich eine Frage stellen?“ Jessica blickte scheu zu Boden.
„Was denn, Frau Mehrer?“ die Stimme klang interessiert.
„Worum geht es hier eigentlich?“
Es kam keine Antwort. Jessica wollte schon ihre Frage wiederholen, allein schon, um die unerträgliche Stille zu durchbrechen, als sie am anderen Ende des Raumes das leise Klicken von hohen Absätzen auf dem Betonboden hörte.
Sie unterbrach für einen Augenblick ihre Atmung, hörte ganz genau hin.
Ja, es waren wirklich hohe Absätze.
Und sie kamen näher. Langsam zwar, aber doch. Gleichzeitig wurde das Licht des Scheinwerfers soweit gedimmt, dass sie wieder Schemen erkennen konnte.
Keine 10 Meter entfernt konnte sie eine Frau ausmachen, die sich auf sie zubewegte.
Wer das wohl sein konnte? Eveline war gespannt.
Plötzlich spürte sie, wie ihre Oberarme von hinten gepackt wurden.
Ihr war gar nicht aufgefallen, dass sich von hinten ebenfalls eine Person genähert hatte.
Erschrocken wollte sie sich umdrehen, doch eine brüske Bewegung stoppte sie.
Die Hände hatten blitzschnell ihre Arme losgelassen und ihren Kopf eingeklemmt. Ein Zeigefinger deutet ihr, sich auf vorne zu konzentrieren.
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