Beltane

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Andreas

Ruby durfte sie mit nachhause nehmen, musste aber versprechen, absolutes Stillschweigen zu bewahren. Zweimal die Woche gab es Unterricht in der Blockhütte, den Samara sehr abwechslungsreich gestaltete. Bald beherrschte Ruby erste Zaubersprüche, die es ihr erlaubten Gegenstände zu bewegen. Samara ließ Ruby auch auf dem Besen reiten, was bei der Schülerin für Herzklopfen sorgte. Nachtschwärmer machte sich einen Spaß daraus, in den Himmel zu steigen, um dann im Steilflug in Richtung der Baumwipfel zu schießen. Samara staunte, da Ruby recht ruhig blieb, obwohl ihr das Herz in die Hose rutschte. Wobei dieser Spruch nicht ganz passte, da Samara Wert auf korrekte Hexenkleidung legte. Statt Jeans und Miniröcken musste Ruby sich mit einem langen, schwarzen Kleid anfreunden, das ihr ein elegantes Aussehen verlieh. Samara erwies sich als fordernde Lehrerin, die ihre Schülerin aber auch tatkräftig unterstützte. Samara legte großen Wert darauf, dass Ruby die Grundsätze der Hexen verinnerlichte. Solidarität, Verbundenheit mit Mutter Natur und allen Geschöpfen waren unverhandelbare Leitlinien, die sich in Rubys Denken manifestierten. Trotz dieser Fortschritte blieb ein Rest Unbekümmertheit, die natürlich auch Rubys Jugend geschuldet war. Nach einigen Monaten beherrschte die Junghexe einige Zauber, die sie gerne im realen Leben ausprobieren wollte. Die Gelegenheit ergab sich, als Lillys Geburtstag bevorstand. Ruby kannte den Herzenswunsch ihrer Freundin, den sie sich bisher nicht erfüllen konnte. Lilly wünschte sich seit langem ein eigenes Pferd, da sie seit ihrer Kindheit eine begeisterte Reiterin war. Ruby fuhr zu dem Pferdehof, bei dem Lilly ab und zu im Stall aushalf. Als Gegenleistung durfte sie mit den Pferden ausreiten. Ruby nahm sich vor, den Besitzer der Pferde zu verhexen. Sie wollte ihn dazu bringen, dass er Lilly eines seiner Tiere schenkt.

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