Beltane

55 9-15 Minuten 0 Kommentare
Beltane

Beltane

Andreas

Das unruhige Flackern des Feuers erhellte den Wald. Samara erhob sich von ihrem Lieblingssessel, eilte mit dem Buch in der Hand zum Fenster. Die hochgewachsene Frau hasste es, wenn sie beim Lesen gestört wurde. Als sie aus dem Fenster schaute, erkannte sie in der Ferne ein kleineres Feuer. Samara verließ die heimelige Wärme ihrer Blockhütte, um den Ursprung der Flammen zu finden. Die dunkelhaarige Frau fürchtete um die uralten Bäume, die einem unkontrollierten Feuer hilflos ausgesetzt waren. Samara zog den schwarzen Mantel über, ehe sie nach ihrem treuen Begleiter rief. „Komm zu mir, Nachtschwärmer! Ich brauche deine Hilfe, um den Ursprung dieses Feuers zu finden.“ Samara schloss für einen Moment ihre Augen. Als sie die Lider wieder aufschlug, stand der Nachtschwärmer bereit, wobei es sich eher um ein bereit schweben handelte. Samara bestieg ihren geliebten Hexenbesen, indem sie beide Oberschenkel an seinen Stil presste. Nachtschwärmer erhob sich in den Himmel, der sich trotz des Feuers langsam verdunkelte. Die Leuchtkraft der Venus wurde schwächer, je näher die Geisterstunde heranrückte. Samara vertraute ihrem Besen, der sie sicher an das gewünschte Ziel brachte. Nachtschwärmer verharrte über den Wipfeln der Bäume, während Samara das Treiben auf dem Waldboden beobachtete. Sie hörte Musik, die aus den Boxen eines tragbaren Sound-Systems dröhnte. Samara kannte das Lied nicht, aber sie musste zugeben, dass es ihr gefiel. Der Sänger sang von einem blauen Mond, unter dessen Licht ein Gefühl des Verlustes lauerte. Samara lauschte eine Weile dem melancholischen Song namens “Killing Moon“, der von der englischen Band Echo & the Bunnymen stammte. Sie entdeckte fünf tanzende, junge Frauen, die sich im Flammenschein des Lagefeuers bewegten. Sie waren in dunkle Kleidung gewandet, die Samara als ausgefallen einstufte. Sie staunte über die löchrigen Strumpfhosen, die unter kurzen Röcken hervorschauten. Das Lied näherte sich seinem Ende, was die Mädchen zu einer Trinkpause animierte. „Auf die Nacht der Hexen!“, rief eine. Die Frauen stießen mit rotem Wein an und Samaras Nase erkannte den Geruch, der durch verbranntes Marihuana hervorgerufen wurde. Sie verzog den Mund, da sie das Verhalten der jungen Frauen als Blasphemie empfand. Plötzlich erklang ein anderer Song, der nach einem ruhigen Anfang härtete Töne anschlug. Eine markante Männerstimme versetzte die Frauen in Ekstase, die sich zu den Klängen von “How the Gods kill“ in einen Rausch tanzten. Die Hexe erkannte die Band, die sich Danzig nannte. Sie mochte die Intensität der Musik, wenngleich sie sich über die tanzenden Frauen ärgerte. Samara wusste, was diese jungen Frauen, die beinahe noch Mädchen waren, in ihrem Wald suchten. Heute war eine besondere Nacht. In alter Zeit nannte man sie Beltane, die Nacht in der Feuer und Wasser Hochzeit feiern. Die Nacht, die den Winter endgültig besiegt und in der magische Kräfte besonders stark wirken. „Diese dummen Mädchen machen aus der Walpurgis-Nacht eine Freiluft-Disco. Samaras Zorn wuchs, je länger sie dem munteren Treiben zusah. Die jungen Frauen schienen berauscht zu sein. Sie trugen allesamt schwarze Kleidung, die Samara der Gothic-Szene zuordnete. Eines der Mädchen fiel ihr besonders auf. Sie tanzte mit einer Freundin, wobei sie eines ihrer netzbestrumpften Beine zwischen die Schenkel ihrer Tanzpartnerin schob. Samara gab dem Besen ein Zeichen, worauf er sich etwas absenkte. Nun konnte Samara erkennen, dass die junge Frau eine schwarze Corsage am Leib hatte. Ihre Hand streichelte den Po des anderen Mädchens, die mit einem lüsternen Stöhnen auf diese Berührung antwortete. Während Donovans “Season oft he Witch“ erklang, nahm Samara ein intensives Gefühl wahr. Diese junge Frau schien eine besondere Aura zu haben, über die sie eine unbewusste Verbindung zu Samara herstellte. Die Hexe spürte, dass jenes Mädchen über eine besondere Gabe verfügte. Samara brauchte kein Glockengeläut zu hören, um zu wissen, dass die zwölfte Stunde überschritten wurde. Die ekstatischen Mädchen tanzten in den ersten Mai, ohne den mystischen Hintergrund ihres Tuns zu hinterfragen. Jetzt erst entdeckte Samara die magischen Zeichen, die rund um das Lagerfeuer zu sehen waren. Die Pentagramme erschienen ihr wie billige Deko, genau wie die anderen Symbole, die für Wasser, Feuer, Erde und Luft standen. Sie sollten nur wahren Hexen und Hexern vorbehalten sein, dachte Samara voller Wut. Gleichzeitig empfing sie die Energie dieses Mädchens, die nicht vergeudet werden sollte. Samara presste die Schenkel zusammen, worauf Nachtschwärmer in die Höhe stieg. Die Hexe bat um ein reinigendes Gewitter, das den begangenen Frevel beenden sollte. Ein Donnergrollen kündigte das Ende des nächtlichen Festes an. Platzregen löschte das Feuer, während die jungen Frauen mit einem Mal nüchtern wurden. Samara lächelte, als sie eilig ihre Sachen zusammenpackten und mit klitschnasser Kleidung den Wald verließen. Das Mädchen, das ihr auffiel, blickte in den Himmel. Es kam Samara vor, als ob die junge Frau mit den rotbraunen Haaren sie entdeckt hatte. Die Hexe beschloss, dass sie dieses Menschenkind im Auge behalten wollte. Samara registrierte, dass sie Ruby gerufen wurde. Sie flog auf Nachtschwärmer, während Ruby und ihre vier Freundinnen dem heftigen Regen davonliefen. Samara folgte ihnen bis zu dem geschotterten Parkplatz am Rande des Waldes. Die durchnässten Goth-Girls verpackten ihre Anlage in einem VW-Bus, wobei sie sich sehr beeilten. Es schüttete ununterbrochen und obwohl Samara selbst den offenen Schleusen des Himmels ausgesetzt war, wich ein schadenfrohes Lächeln nicht von ihren Lippen. Ruby setzte sich hinter das Steuer des betagten Autos, während sich ihre Freundinnen auf den Sitzen verteilten. Samara wunderte sich, wie sicher Ruby fuhr, obwohl sie mit Sicherheit nicht ganz nüchtern war. Die Hexe ritt auf ihrem Besen, hoch über der Landstraße, auf der Ruby ihre Fahrkünste unter Beweis stellte. Nach und nach setzte sie ihre Freundinnen ab, ehe sie selbst ihre kleine Wohnung ansteuerte. Die 22-jährige Ruby wohnte mit einer Kommilitonin in einer Zweier-WG. Die Studentinnen teilten sich Miete und Nebenkosten, was für beide vorteilhaft war. Lilly war ein ganz anderer Typ, man konnte sie als krasses Gegenteil von Ruby bezeichnen. Samara erkannte das beim ersten Blick, den sie auf Lilly werfen durfte. Das kurzhaarige Mädchen mit der nerdigen Brille öffnete Ruby die Türe, um sie in die behagliche, kleine Wohnung einzulassen. Samara wusste nun, wo Ruby daheim war. Die Hexe streichelte ihren treuen Begleiter. „Fliegen wir heim, Nachtschwärmer. Ich sehne mich jetzt doch auch nach etwas Wärme.“ Der Hexenbesen kannte den Weg. Samara vertraute sich Nachtschwärmers magischen Flugkünsten an, durch die sie in Windeseile den Wald erreichten. Die Hexe blieb in Gedanken bei Ruby, als sie sich in ihr Bett legte. Die Sonne ging bereits auf, als die Hexe endlich in den Schlaf fand. Die junge Frau namens Ruby träumte schwer in dieser Nacht. Sie sah das Gesicht einer schönen Frau, die um die vierzig Jahre alt sein mochte. Ruby wälzte sich von rechts nach links, wobei sie laut stöhnte. Die Frau in ihrem Traum winkte Ruby zu sich, lächelte dabei verführerisch. Ruby konnte nicht widerstehen, musste der Unbekannten einfach Folge leisten. Sie kam näher, bis aus der Hand der Frau Flammen schossen. Ruby stieß einen lauten Schrei aus. „Es ist alles okay, Ruby! Du hast nur schlecht geträumt!“

Lilly saß an Rubys Bett, strich ihr mitfühlend über die schweißnasse Stirn. „Ihr habt wohl ziemlich gefeiert gestern. Sei froh, dass heute Feiertag ist.“ Ruby lächelte müde. „Ja, es war eine coole Party im Wald, bis dieses Gewitter aufzog.“ Lilly stutzte. „Ein Gewitter? Davon habe ich nichts mitbekommen.“ Lilly setzte die Kaffeemaschine in Gang und nach zwei Espressi fühlte Ruby sich deutlich besser. Sie beschloss, einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen, um ihren Kopf ganz freizubekommen. Nach einer kurzen Dusche schlüpfte Ruby in ihre Jeans. Sie zog ihre Chucks an, warf sich ihre Lederjacke über die Schulter. „Bis später, Lilly!“ Einen Augenblick später war sie schon auf dem Weg in den Wald. Ruby wusste nicht, wieso sie diese Richtung einschlug. Es kam ihr vor, als würde sie jemand manipulieren, ohne dieses vage Gefühl näher beschreiben zu können. Sie taumelte mehr, als dass sie lief. Samara sorgte dafür, dass Ruby unfallfrei zu der Blockhütte inmitten des Mischwaldes fand. Die verwirrte, junge Frau fröstelte plötzlich. Ruby zog die schwarze Lederjacke über ihre dünne, weiße Bluse. Sie spielte an ihrem silbernen Anhänger, der einen stilisierten Vollmond darstellte. Ruby stand verloren vor der Holzhütte, an deren Türe sie merkwürdige Symbole entdeckte. Ruby erkannte die Silhouette einer Eule neben dem Schattenbild einer Katze. Dann waren da Zeichen, die sie den Kelten zuordnen konnte, aber auch solche, die Ruby noch nie zuvor gesehen hatte. In Gedanken versunken, erschrak sie sich zutiefst, als die Tür geöffnet wurde. Eine schöne Frau in ihren Vierzigern stand vor ihr. Sie beeindruckte Ruby auf Anhieb. Das lag nicht nur an ihrem schwarzen, enganliegenden Kleid, das diese Frau mit wahrer Eleganz trug. Nein, Ruby erkannte, dass es sich um die Unbekannte aus ihrem jüngsten Traum handelte. Sie wollte etwas sagen, aber die Frau kam ihr zuvor. „Mein Name lautet Samara. Ich habe dich gestern mit deinen Freundinnen im Wald gesehen. Ihr spielt mit Dingen, die ihr nicht einmal im Ansatz versteht. Du trägst eine Gabe in dir, die selten ist. Wenn du willst, werde ich dir beibringen, wie du sie nutzen kannst. Du musst jedoch ernsthaft bei der Sache sein, Ruby. Wahre Magie ist kein Kinderspiel. Sie erfordert Hingabe und Achtsamkeit!“ Ruby zweifelte keinen Moment an den Worten der fremden Dame. Samara bot ihr eine einmalige Chance, ihre wahre Berufung zu finden. Ruby spürte schon als kleines Mädchen, das sie anders war. Der gestrige Traum und das darauffolgende Treffen mit Samara war Beweis genug, dass es noch etwas anderes gab als die langweilige Realität ihres Studentinnen Alltags. Trotzdem kitzelte es Ruby, einen Beweis einzufordern. „Sie wollen mir also erzählen, dass sie eine Hexe sind? Können sie mir das beweisen?“

Samara grinste nur. Sie klatschte leicht in die Hände. Rubys Augen leuchteten erwartungsvoll. „Wo bleibt denn nun der Zauber?“, fragte sie mit frechem Unterton. Statt einer Antwort Samaras entfuhr Ruby ein Schrei. „Autsch!“ Sie drehte ihren Kopf, um den Stoß zu lokalisieren, der gerade ihre Kehrseite betraf. „Darf ich vorstellen? Das ist Nachtschwärmer, mein treuer und lieber Hexenbesen!“ Nachtschwärmer stupste ein weiteres Mal gegen Rubys Po. „Okay, ich glaube ja, dass sie eine Hexe sind! Sagen sie ihm bitte, dass er mich in Ruhe lassen soll!“ Ruby drehte sich um, ehe ihr der Besen erneut einen Streich spielen konnte. „Gut, dann wäre das ja geklärt. Willst du nun meine Schülerin werden, Ruby? Du musst dich jetzt entscheiden! Wenn nicht, werde ich einen Vergessens Zauber sprechen, der dir die Erinnerung an diesen Tag nehmen wird.“ Ruby brauchte nicht lange, um eine Entscheidung zu treffen. „Nein, ich möchte unbedingt ihre Schülerin werden. Es ist mein größter Wusch, zu einer echten Hexe ausgebildet zu werden!“ Samara lächelte. „Gut, dann will ich ein paar Bücher heraussuchen, die dir beim Lernen behilflich sein werden. Du darfst mich Samara nennen. Bei Hexen und Hexern gibt es keine Förmlichkeiten, was die Anrede betrifft. Du kannst mich also duzen.“ Samara gab Ruby zwei dicke Bücher mit, die das Grundwissen der Hexerei beinhalteten. Ruby durfte sie mit nachhause nehmen, musste aber versprechen, absolutes Stillschweigen zu bewahren. Zweimal die Woche gab es Unterricht in der Blockhütte, den Samara sehr abwechslungsreich gestaltete. Bald beherrschte Ruby erste Zaubersprüche, die es ihr erlaubten Gegenstände zu bewegen. Samara ließ Ruby auch auf dem Besen reiten, was bei der Schülerin für Herzklopfen sorgte. Nachtschwärmer machte sich einen Spaß daraus, in den Himmel zu steigen, um dann im Steilflug in Richtung der Baumwipfel zu schießen. Samara staunte, da Ruby recht ruhig blieb, obwohl ihr das Herz in die Hose rutschte. Wobei dieser Spruch nicht ganz passte, da Samara Wert auf korrekte Hexenkleidung legte. Statt Jeans und Miniröcken musste Ruby sich mit einem langen, schwarzen Kleid anfreunden, das ihr ein elegantes Aussehen verlieh. Samara erwies sich als fordernde Lehrerin, die ihre Schülerin aber auch tatkräftig unterstützte. Samara legte großen Wert darauf, dass Ruby die Grundsätze der Hexen verinnerlichte. Solidarität, Verbundenheit mit Mutter Natur und allen Geschöpfen waren unverhandelbare Leitlinien, die sich in Rubys Denken manifestierten. Trotz dieser Fortschritte blieb ein Rest Unbekümmertheit, die natürlich auch Rubys Jugend geschuldet war. Nach einigen Monaten beherrschte die Junghexe einige Zauber, die sie gerne im realen Leben ausprobieren wollte. Die Gelegenheit ergab sich, als Lillys Geburtstag bevorstand. Ruby kannte den Herzenswunsch ihrer Freundin, den sie sich bisher nicht erfüllen konnte. Lilly wünschte sich seit langem ein eigenes Pferd, da sie seit ihrer Kindheit eine begeisterte Reiterin war. Ruby fuhr zu dem Pferdehof, bei dem Lilly ab und zu im Stall aushalf. Als Gegenleistung durfte sie mit den Pferden ausreiten. Ruby nahm sich vor, den Besitzer der Pferde zu verhexen. Sie wollte ihn dazu bringen, dass er Lilly eines seiner Tiere schenkt. Lilly ahnte nichts von Rubys Plänen, während Samara eine dunkle Ahnung beschlich.

Sie folgte ihrer Schülerin unbemerkt, wobei ihr Nachtschwärmer auch tagsüber gute Dienste leistete. Samara landete ungesehen in der Nähe der Koppeln, wo sie einen guten Blick auf das Geschehen hatte. Ruby hatte gut aufgepasst. Sie belegte den Pferdezüchter mit einem Wirkzauber, der seine Kraft unmittelbar entfaltete. „Öffne dein Herz, schenke das Glück! Tue es gleich, weich nicht zurück! Unterschreib den Kontrakt – mein ist dein Tier! Steh zu dem Pakt – das rate ich Dir!“ Samara staunte, mit welcher Frechheit das Mädchen den armen Mann becircte. Der frisch Verzauberte führte einen stattlichen Rappen am Zügel, um ihn Ruby zu überlassen. Ehe die junge Hexe zugreifen konnte, bereitete Samara dem Spuk ein jähes Ende. Ruby wurde am Arm gepackt und ehe sie sich versah, landete sie hinter ihrer Lehrerin auf Nachtschwärmers Rücken. Samara sprach einen Amnesie Zauber, der den Pferdezüchter an eine beginnende Demenz denken ließ. Er konnte sich beim besten Willen nicht erinnern, weshalb er den Rappen aus der Koppel geführt hatte. Er blickte kopfschüttelnd nach oben, wo ein schwarzer Rabe seine Kreise zog. Samara flog in den Wald, wo sie Ruby in die Blockhütte stieß. „Du wirst in meinem Schlafzimmer bleiben, bis ich weiß, wie ich mit deinem Verstoß umgehen werde!“ Ruby wagte kein Widerwort. Samara schloss die Türe, um in Ruhe nachdenken zu können. Sie erinnerte sich an ihre eigene Lehrmeisterin. In der alten Zeit wurden solche Vergehen auf einfache Weise geahndet. Samara rang mit sich selbst, als ihr die Bilder von damals in den Kopf kamen. Konnte sie so etwas heute noch machen? Dann fiel ihr ein, dass ihr selbst diese Behandlung gutgetan hatte. Wenn auch erst mit zeitlicher Verzögerung, aber immerhin! Samara schmunzelte, als sie ihren Entschluss gefasst hatte. Ruby saß wie auf Kohlen, da sie stundenlang nichts von Samara hörte. Die Hexe ließ ihre Schülerin schmoren. Samara wartete ab, bis der volle Mond seine Pracht entfaltete.

Die Türe öffnete sich wie von Geisterhand. Ruby hörte ihren Namen, worauf sie sich von Samaras Bettkante erhob. Die Hexe hob ihren rechten Arm, um mit der ausgestreckten Hand auf Ruby zu deuten. Ruby spürte einen kühlen Luftzug, ehe sie realisierte, dass sie splitternackt war. Samara befahl ihr, nach draußen zu kommen. „Ins Freie? Ich habe doch gar keine Kleider mehr an!“ Samara schenkte diesem Einwand keine Beachtung. Einen Wink später schwebte der Hexenbesen vor den beiden Frauen. „Aufsitzen!“, forderte Samara Ruby auf, als sie längst ihren Platz auf Nachtschwärmers Besenstil eingenommen hatte. Die nackte Ruby klammerte sich an Samara, während der Besen in die Luft jagte. Nachtschwärmers Ziel schien der Vollmond zu sein, der die aufregende Szene beleuchtete. Unter dem Vollmond blieb der Hexenbesen ruhig an seinem Platz. Samara setzte sich um, wobei sie ihre Beine in der Luft baumeln ließ. Eine beiläufige Handbewegung beförderte die überraschte Ruby über Samaras Schoß. „Was hast du vor?“, fragte sie mit ängstlich klingender Stimme. „Kannst du dir das nicht denken, Ruby?“ Das Mädchen zitterte. Eine Gänsehaut zog sich über Rubys bloße Pobacken. Samaras Gesicht zeugte von ihrer Enttäuschung. Ihre Hand schnellte in die Höhe, um klatschend auf Rubys Hintern zu landen. Nachtschwärmer bot einen sicheren Sitzplatz, auf dem Samara Ruby in aller Gemütsruhe den Popo versohlen konnte. „Du wirst die Hexerei nicht zu deinem Vorteil benutzen! Habe ich mich deutlich ausgedrückt?“ Ruby versprach Einsicht, aber Samara wollte sicher gehen. Sie schnippte mit den Fingerspitzen. Eine kleine, feine Weidenrute ploppte in ihrer Hand auf. Samara nutzte sie, um Ruby den Po zu bestreichen. Sie ging vorsichtig vor, da sie das Mädel nicht verletzen wollte. Der empfindliche Popo litt ohnehin Schmerzen, da er so eine Behandlung nicht kannte. Am Ende leuchtete ein ziemlich roter Mädchenhintern unter dem milchigen Weiß des Mondes. Beim Rückflug vermied Ruby den direkten Kontakt mir dem harten Besenstil. Kurz bevor sie von Samara ins Bett geschickt wurde, schenkte ihr die Hexe eine labende Popobehandlung. Die alten Heilkräuter linderten die ärgste Qual, ersparten Ruby aber nicht die verdienten Sitzbeschwerden. Diese begleiteten die Junghexe auf zuverlässige Weise in den nächsten Tagen, wenn sie fleißig über ihren magischen Büchern hockte. Es mag seltsam klingen, aber so steht es nun einmal geschrieben…

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 3802

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben