Beritt und ihre Töchter - Dritter Teil

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Beritt und ihre Töchter -  Dritter Teil

Beritt und ihre Töchter - Dritter Teil

Sven Solge

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Rahel

Gerade hatte Amelie ihr Zimmer verlassen und schon nahm die Angst wieder von ihr Besitz. Rastlos lief sie vor ihrem Bett auf und ab. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und am liebsten hätte sie sich unter der Bettdecke verkrochen. Als es plötzlich klopfte.

„Ja!“, sagte sie zögerlich und schaute auf die Tür, die jetzt langsam geöffnet wurde.

Jetzt gab es kein Zurück mehr.

Sie stand barfuß auf dem weichen Flokati, vor ihrem Bett und sah John entgegen. Der schloss bedächtig die Tür und kam dann auf sie zu und nahm sie wortlos in den Arm. Lange standen sie so und Rahel spürte, wie die Anspannung etwas nachließ.
„Du brauchst keine Angst zu haben!“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Ich mache nichts was du nicht willst!“ Dabei streichelte er unentwegt ihren Rücken.

„Wollen wir uns aufs Bett legen und uns etwas unterhalten?“

Rahel gab keine Antwort, weil ihr Mund staubtrocken war. Sie legte sich auf das Bett und wartete bis John sich zu ihr gelegt hatte.

„Deine Ma hat mir erzählt, dass du noch studierst, was studierst du denn?“ fragte John.

Rahel die auf dem Rücken lag, versuchte zu antworten, aber es kam nur ein Krächzen heraus.

„Möchtest du was trinken?“ John schaute zum Nachttisch, auf dem er schon beim reinkommen zwei Sektgläser gesehen hatte. Er gab ihr eins, nachdem Rahel sich etwas aufgerichtet hatte und stießen dann die Gläser leicht aneinander. Deutlich konnte John das Zittern ihrer Hände sehen. Aber auch seine Hände waren etwas unruhig.

Beide nahmen einen großen Schluck. Doch Rahel schien es zu brauchen, denn sie setzte das Glas erneut an und trank es leer. John nahm es ihr aus der Hand und stellte beide Gläser wieder auf den Nachtschrank.

Rahel schien es besser zu gehen, denn sie beantwortete seine Frage, nachdem sie sich wieder auf den Rücken gelegt hatte: „Ich studiere Tiermedizin.“

John, der sich auf die Seite gelegt hatte, um sie anzuschauen, fragte: „Liebst du Tiere?“

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