Langsam näherte ich mich ihr und als unsere Lippen sich ganz zart berührten, hörte ich das, was in kitschigen Filmen immer für Gänsehaut bei den Frauen sorgte, ich vernahm ein leises klingeln.
Erschrocken zuckte Beritt zurück und auch ich erwachte aus diesem wunderschönen Traum.
„Entschuldige bitte, ich weiß nicht was in mich gefahren ist!“, sagte ich verdattert, doch Beritt schaute an mir vorbei, zur Ladentür und als ich ihrem Blick folgte, wurde mir klar was da geklingelt hatte, es war nicht mein benebelter Kopf gewesen. An der Tür stand eine ältere Dame und sah etwas verlegen zu uns rüber.
Beritt fing sich sofort und wandte sich an die neue Kundin: „Hallo Frau Schartan, ihr Buch ist da!“ Beritt bückte sich und zog ein dickes Buch unter dem Tresen hervor. „Soll ich es noch in Geschenkpapier einpacken, oder reicht eine Tüte?“
„Eine Tüte reicht, ist ja für mich!“, antwortete Frau Schartan. Sie nahm die Tüte entgegen und ging. An der Tür drehte sie sich noch mal um und meinte: „Viel Glück ihr beiden!“ Ein herzliches lächeln huschte über ihr faltiges Gesicht und die Tür schloss mit einem leisen klingeln.
Beritt blickte mich an und meinte, mit einem verschmitzten Lächeln: „So einen Antrag, hat es wohl auch noch nie gegeben, danke für dieses Kompliment!“
Ich nickte ergriffen und antwortete: „Es hat aber auch wohl noch nie so eine schnelle Zustimmung zu einem Antrag gegeben. Was ist hier eben passiert? Ich kann es noch immer nicht glauben, dass ich dich einfach geküsst habe, aber du hast mich total verzaubert. Ich konnte nicht anders.“
„Es war sehr schön!“, sagte Beritt, kam um den Tresen herum, nahm meine Hand und zog mich mit. Als wir an der Tür vorbei gingen drehte sie den Schlüssel um und zog mich weiter in ein kleines Büro.
Dort standen wir dicht voreinander und schauten uns etwas befangen an, schließlich sagte Beritt: „Würdest du das bitte noch mal machen?
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