Beritt und ihre Töchter - Erster Teil

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Beritt und ihre Töchter -  Erster Teil

Beritt und ihre Töchter - Erster Teil

Sven Solge

Beritt zog mich mit zur Treppe und rief nach oben: „Amelie, Rahel, können wir mal kurz nach oben kommen, ich möchte euch einen Freund vorstellen?“

Ohne eine Antwort abzuwarten ging Beritt die Treppe hoch und ich folgte ihr mit einem etwas beklemmenden Gefühl. Was würden ihre Töchter zu einem Mann sagen, den ihre Mutter plötzlich ins Haus schleppte?

Beritt klopfte an die erste Tür und öffnete sie sofort danach. Amelie, darf ich dir Johann Richter vorstellen. Beritt zog mich mit in das Zimmer und in dem etwas schummrigen Licht, sah ich ihre Tochter erst, als sie sich von ihrem Stuhl erhob. „Das ist John, ich habe ihn heute kennen gelernt!“ Dabei schob sie mich in die Richtung ihrer Tochter, die jetzt langsam auf mich zukam. Und wieder hatte ich das Gefühl, dass alles um mich herum unscharf wurde, nur die junge Frau war im wahrsten Sinne scharf. Sie kam auf mich zu und sagte: „Hallo John, schön dich kennen zu lernen.“ Sie hauchte mir links und rechts einen Kuss auf die Wange und presste ihren Körper an mich. Es verwirrte mich, weil Beritt uns ja zuschaute und dann sagte sie etwas, womit ich nicht gerechnet hatte: „Mach unsere Mutter glücklich, sie hat es verdient!“
„Das werde ich gerne versuchen!“, hörte ich mich sagen. Wobei ich von dieser jungen Frau so geblendet war, dass ich es kaum glauben konnte. Noch so eine Schönheit, wie ihre Mutter.

„Und das ist Rahel, meine jüngste!“

Als ich mich umdrehte stand eine genaue, aber jüngere Kopie von Beritt, in dem vom Flurlicht erleuchteten Türrahmen. Und wieder verschwamm die Umgebung, was passierte hier mit mir? Das erschien mir alles so surreal und unwirklich.

Bedächtig kam Rahel mit kleinen Schritten auf mich zu und blieb so dicht vor mir stehen, sodass ihr Atem mein Gesicht streifte. Anders als Amelie nahm sie mein Gesicht in beide Hände und küsste mich. Sie hatte wunderbar weiche Lippen und duftete wie ihre Mutter.

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