Wann du willst, kann ich dir dort ein Zimmer anbieten. Wir teilen uns die Lebensmittel, die wir allerdings vorher noch einkaufen müssen. Alles andere wäre für dich kostenfrei, da es ja schon bezahlt ist. Zu meiner Person ist noch zu sagen, dass ich 36 Jahre alt bin, von Beruf bin ich Steuerberater und ein friedliebender Mann bin. Du brauchtest vor mir keine Angst zu haben, ich mache nichts was du nicht möchtest. Du kannst dich im Haus frei bewegen und alles benutzen. Und wenn wir eventuell zusammen einen Ausflug machen könnten, würde ich mich sehr freuen. Was hältst du von meinem Vorschlag?“
Amelie hatte es die Sprache verschlagen. Was dieser nette, aber fremde Mann ihr vorschlug, war fast zu schön in ihrer jetzigen Situation. Trotzdem hatte sie Bedenken. Konnte sie es wagen, einfach mit einem ihr völlig fremden Mann mitzugehen? Nachdenklich schaute sie Lucas an und wollte ihm gerade antworten, als ihr Handy klingelte.
Etwas bedröppelt schaute sie auf ihr Handy, als sie es endlich in ihrer Handtasche gefunden hatte. „Es ist Pablo!“, sagte sie mehr zu sich als zu Lucas.
„Willst du nicht rangehen?“, fragte er vorsichtig.
„Nein, eigentlich will ich nichts von ihm hören und sehen!“
„Dann solltest du ihm das sagen! Sag ihm wie enttäuscht du von ihm bist.“
Amelie nickte, stand auf und sagte: „Entschuldige bitte einen Moment!“
Lucas beobachtete sie, wie sie eine Weile zuhörte und dann wild gestikulierend ins Handy schrie und dann das Gespräch beendete und zurück zu ihm kam.
„Der spinnt doch!“, sagte sie empört. „Er will jetzt zurück kommen und mich abholen, fragt wo ich bin?“
Amelie schaute Lucas an und fragte: „Ist es dir ernst mit deinem Angebot, mit in dein Ferienhaus zu kommen? Dann würde ich das gerne annehmen!“
„Natürlich, dann komm. Ich muss sowieso meinen Mietwagen langsam abholen.“ Lucas bezahlte die Cappuccino.
Toll erzählte Geschichte
schreibt Fritz850